Paul Gauguin

Autor: Andrea
13.12.2008

Der französische Maler, der 1848 in Paris geboren wurde, gilt als der Mitbegründer der modernen Malerei. Seine Werke beeinflussten den Symbolismus und wurden Wegbereiter des späteren Expressionismus. Neben Paul Cézanne und Vincent van Gogh zählt Gauguin zu den wichtigsten Malern der Kunstgeschichte. Sehr bekannt sind seine Südseebilder. Neben der Malerei fertigte er auch Holzschnitte, Schnitzereien und Keramiken an.

Zur Malerei kam Gauguin 1873. Er wurde von Malern wie Camille Pissarro inspiriert, der auch zu seinem Freund wurde. Mit ihm stellte er gemeinsam seine Werke von 1876-1886 aus. Als gelernter Börsenmakler verschrieb er sich 1882 der Malerei, als es zu heftigen Verlusten am Finanzmarkt kam.

Seine Werke ließen sich jedoch kaum verkaufen. Gauguin zog mit seiner Familie nach Dänemark, aber auch da besserte sich seine Lage nicht und er kehrte nach Frankreich zurück, um sich einer Künstlerkolonie anzuschließen. Dort lernte er Vincent van Gogh kennen.

Völlig verarmt reiste Gauguin 1887 nach Martinique, wo seine Südseebilder entstanden. 1888 kehrte er zurück und hatte die Idee, mit van Gogh eine Künstlerkolonie in Arles zu gründen. Es kam jedoch zu heftigen Streitereien, bei dem van Gogh mit einem Messer auf Gauguin losging und die beiden sich für immer trennten.

Gauguin kehrte Zeit seines Lebens immer wieder in seine Heimatstadt Paris zurück, doch seine Werke fanden auch dort keine Beachtung. Gauguin zerbrach dann 1898 fast am Tod seine Tochter Aline und versuchte sich das Leben zu nehmen. Nach schwerer Krankheit, von der er sich aber kaum noch erholte, floh er 1901 vor den Kolonialbehörden nach Tahiti. Er verstarb 1903 auf Atuona.

Über van Gogh hört man so manche Meinungen. Ein gebrochener Mann, der sich im Wahn sein rechtes Ohr abschnitt, zum Beispiel. Doch van Gogh machte mehr aus als seine Depressionen, die ihn letztendlich zu solchen Taten führten. Van Gogh wurde 1853 in den Niederlanden geboren. Sein Onkel, ein Kunsthändler brachte ihm den Einstieg in die Malerei. 1873 reiste er beruflich nach London und blieb, nahm eine Stelle als Hilfslehrer in einem Armenviertel an.

Van Gogh litt mit den Menschen und unter dem rauen Leben, der dort auf den Straßen herrschte. Er beschloss einige Jahre später in Belgien Wanderprediger zu werden und wollte fortan selbst in Armut leben. Er zerstörte sich fast dabei selbst, indem er auch seine wenige Nahrung dem Ärmsten schenkte. 1878 kehrte er in sein Elternhaus zurück und begann mit der Malerei. Seine wichtigsten Arbeiten sind in dieser Zeit entstanden. Völlig mittellos verließ er 1881 nach einem Streit sein Elternhaus und kam bei seinem Bruder Theo unter. Mit mäßigem Erfolg begann er Porträts von Bauern zu malen. 1885 ließ sich van Gogh in Paris nieder, suchte seine Inspiration bei der französischen Kunstszene und traf auf bedeutende Künstler wie Paul Gauguin.

1888 reiste er nach Arles in Südfrankreich. Dort wollte er zusammen mit Gauguin eine Künstlervereinigung gründen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an heftige Streitereien, wobei van Gogh mit einem Messer auf seinen Künstlerfreund losgegangen sein soll. Daraufhin schnitt er sich selbst das rechte Ohr ab. 1889 begab sich van Gogh freiwillig in eine Nervenheilanstalt bei St. Rémy, da er fürchtete über seine Halluzinationen den Verstand zu verlieren. Während seines Aufenthaltes, der etwa ein Jahr dauerte, entstanden etwa 160 Werke - Ölgemälde und Zeichnungen.

Van Gogh wurde nie von seinem Leiden geheilt, ließ sich immer wieder behandeln. 1890 schoss sich van Gogh mit einer Pistole in die Brust. Seine Verletzungen waren lebensgefährlich, jedoch schaffte er es in seinen Gasthof zurückzukehren und verstarb zwei Tage später an einer Blutvergiftung. Sein Grab findet man auf dem Friedhof von Auvers.