Die Ölmalerei ist bei Künstlern sehr beliebt und zählt zu der klassischen Disziplinen der Kunst. Ölfarben haben besonders gute Eigenschaften, was an den verwendeten Malmitteln wie Leinöl und Terpentin liegt. Damit Ölbilder vor Alterung, Risse, Vergilbung und Verblassen geschützt sind, werden diese nach der vollständigen Trocknung mit einem Firnis überzogen.
Seit dem 13. Jahrhundert ist die Ölmalerei bekannt. Zunächst wurde die Ölmalerei oft mit der Tempera-Technik verwendet, später aber auch völlig eigenständig.
Das Besondere an Ölfarben ist, dass diese langsam trocknen, was eine besondere Bildgestaltung und Mischung der Farben auf der Leinwand ermöglicht. Im Mittelalter war die Trennung von Form und Farbe eine Maltechnik, die es erlaubte, naturgetreue Motive wiederzugeben. Diese wurde unter anderem auch noch später von dem Surrealisten Dali verwendet.
Bei dieser Maltechnik wird zunächst eine Risszeichnung angefertigt, die dann auf eine grundierte Holztafel oder Leinwand übertragen wird. Dazu verwendete man damals Eitemperafarbe, heute oft Japantusche. Der nächste Schritt war eine Lasur, auch Imprimitur genannt. Diese Lasur bestimmte den Gesamtton des Bildes. Anschließend wurde mit weißer Tempera das Licht gemalt, was dem Werk Plastizität verleiht. Durch den Wechsel von Lasur und Lichtmalerei entwickelt sich das Bild aus vielen Konturschichten zu einem lebendigen Kunstwerk von großer Tiefe. Erst danach erfolgt die endgültige Farbgebung durch Lasuren in Ölfarbe, die teilweise in mehreren Schichten aufgelegt wird. Abschließend erhält das Bild ein Zwischenfirnis aus Leinöl oder Dammar, der etwa 4-5 Tage trocknen muss. Danach werden die Formen farblich in mehreren Schichten lasiert. Jede Schicht muss zunächst trocknen, bevor die nächste aufgelegt werden kann. Dabei erscheint jedesmal die Unterfarbe durch. Zum Schluss werden nochmals Licht und Schatten vertieft. Durch die langen Trocknungszeiten kann es bis zur Vollendung eines Werkes Monate bis Jahre dauern, was den Wert eines solchen Wertes erklärt.
Neben dieser Technik gibt es noch die Ton-in-Ton-Technik und verschiedene Mischtechniken.
Nach Meinung der Kunstexperten ist es Das Meisterwerk des Impressionismus, Marcs Bild „Turm der blauen Pferde“, welches seit 1945 verschollen ist. Man vermutet, dass es sich in einem Züricher Banksafe befindet. Das großformatige Werk entstand 1913 soll sich im Besitz der Erben befinden, so vermutet man.
Wegen seiner Bekanntheit hält man das Gemälde als unverkäuflich und sein Schätzwert geht in den zweistelligen Millionenbereich. Derzeit bemüht man sich um die Herausgabe des Bildes, was aber nicht bedeutet, dass es tatsächliche Hinweise über den Verbleib des Bildes gibt. Es könnte genauso gut in der Nachkriegszeit zerstört worden sein.
Franz Marc wurde 1880 in München geboren. Er starb 1916 bei Verdun in Frankreich. Er war Mitbegründer der Künstlervereinigung „Blauer Reiter“ und gilt als einer der wichtigsten Maler des deutschen Impressionismus. Größte Bekanntheit haben seine tierischen Motive wie die „Blauen Pferde“, „Der Tiger“ oder die „Gelbe Kuh“ erlangt. Er malte jedoch auch andere Motive ähnlich Monet, z.B. „Zwei Frauen am Berg“.
Franz Marc genoss eine naturalistische Ausbildung, wechselte aber zum Ausdruck und wendete verschiedene Techniken wie Aquarell, Ölfarben, Bleistift und Gouachen bei seinen Werken an. Er bevorzugte Tiere als Motive, weil er diese als Sinnbild für das Reine und Ursprüngliche hielt. Die verwendeten Farben haben ebenso eine besondere Bedeutung. Er setzte eigene Farbgesetze auf, bei denen blau für das Männliche, rot für das Gegenständliche und gelb für das Weibliche steht.