Expressionismus

Autor: Andrea
25.05.2009

Das Wort Expressionismus kommt von dem lateinischen Begriff expressio, welcher Ausdruck bedeutet. Expressionismus war eine Kunststilrichtung Anfang des 20. Jahrhundert. Anders als beim Naturalismus, wird hierbei das Gesehene nicht naturgetreu wiedergegeben, sondern das Erlebte soll dem Betrachter dargestellt werden.

Der Expressionismus war eine künstlerische Bewegung, die besonders in Deutschland stattfand. Den expressionistischen Malern war dabei nicht wichtig, formschöne Eindrücke oder gar Naturgetreues wiederzugeben, sondern die eigene Regung in Form von gefühlter Interpretation.

Zu den bekannten Expressionisten zählen unter anderem, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Wassily Kandinski, Franz Marc, Erich, Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Ernst, Lyonel Feininger, Carl Hofer, Margret Hofheinz-Döring und August Macke. Sie führten den Expressionismus teilweise bis zur Abstraktion. Die genannten Künstler gehören Künstlervereinigungen wie „Brücke” oder „Der Blaue Reiter” an. Letztere dankt ihrem Namen den Künstlern Kandinski und Marc.

Der Expressionismus wird auch als Protest gegen das Bürgertum verstanden - gegen die bestehende Ordnung. Friedrich Nietzsche gilt als der Vordenker der Expressionisten. Nicht bürgerlich, nicht konventionell, nicht naturgetreu - so die Bilder der Künstler und somit wurde diese Kunstrichtung negativ definiert. Zwei wichtige Vertreter des Expressionismus wehrten sich gegen die Bezeichnung Expressionisten und sahen darin ihrer Originalität nicht gerecht beschrieben.

Im Norton Simon Museum of Art in Pasadena sind heute viele expressionistische Werke ausgestellt.

Nach Meinung der Kunstexperten ist es Das Meisterwerk des Impressionismus, Marcs Bild „Turm der blauen Pferde“, welches seit 1945 verschollen ist. Man vermutet, dass es sich in einem Züricher Banksafe befindet. Das großformatige Werk entstand 1913 soll sich im Besitz der Erben befinden, so vermutet man.

Wegen seiner Bekanntheit hält man das Gemälde als unverkäuflich und sein Schätzwert geht in den zweistelligen Millionenbereich. Derzeit bemüht man sich um die Herausgabe des Bildes, was aber nicht bedeutet, dass es tatsächliche Hinweise über den Verbleib des Bildes gibt. Es könnte genauso gut in der Nachkriegszeit zerstört worden sein.

Franz Marc wurde 1880 in München geboren. Er starb 1916 bei Verdun in Frankreich. Er war Mitbegründer der Künstlervereinigung „Blauer Reiter“ und gilt als einer der wichtigsten Maler des deutschen Impressionismus. Größte Bekanntheit haben seine tierischen Motive wie die „Blauen Pferde“, „Der Tiger“ oder die „Gelbe Kuh“ erlangt. Er malte jedoch auch andere Motive ähnlich Monet, z.B. „Zwei Frauen am Berg“.

Franz Marc genoss eine naturalistische Ausbildung, wechselte aber zum Ausdruck und wendete verschiedene Techniken wie Aquarell, Ölfarben, Bleistift und Gouachen bei seinen Werken an. Er bevorzugte Tiere als Motive, weil er diese als Sinnbild für das Reine und Ursprüngliche hielt. Die verwendeten Farben haben ebenso eine besondere Bedeutung. Er setzte eigene Farbgesetze auf, bei denen blau für das Männliche, rot für das Gegenständliche und gelb für das Weibliche steht.