Der Impressionismus verbreitete sich Ende des 19. Jahrhunderts aus Frankreich. Als Impressionismus bezeichnet man eine Stilrichtung der Malerei, dabei wurde nicht nur der Stil übernommen, sondern auch Teile der regionalen Bedingungen und Traditionen. Der Impressionismus wird auch als Wegweiser für die Moderne und Abstrakte Kunst angesehen.
Die Stilrichtung des Impressionismus bezog aber nicht nur auf die Malerei, sondern auch auf Musik und Literatur. Die bekanntesten Maler des Impressionismus sind Claude Monet, Edgar Degas und Pierre-Auguste Renoir. Darüber hinaus gab es natürlich noch eine Vielzahl anderer impressionistischer Maler. Monets Seerosen in Blautönen gehalten, findet man noch heute als Druck in zahlreichen Häusern. Bezeichnend für den Impressionismus, dass er sich keinerlei kunstakademischen Regeln verpflichtet fühlte. Im Impressionismus wurde die Farbe das Hauptgestaltungsmittel, weniger die Zeichenkunst. Deutlich hebt sich in den Bildern hervor, dass Licht eine wesentliche Rolle spielte und dazu diente, dem Bild seinen Charakter zu verleihen. Es wurden weniger Details gemalt, die Motive wirken schemenhaft, eher wie eine Skizze. Ein typischer Ausdruck dieser Bilder sind weiche und fließende Übergänge, einige Gemälde wirken träumerisch, in die Ferne blickend. Harte Konturen oder Farben wurden nicht genutzt, die Übergänge sind fließend und sehr weich. Die Stilrichtung der Malerei beeinflusste auch das künstlerische Leben, vor allem in Paris. Gemalt wurde viel in der freien Natur, es ging in den Motiven mehr um das was auch existent ist, statt den Phantasien der Künstler. Daraus entstanden wunderschöne Landschaftsbilder und Momentaufnahmen aus dem Leben.
Die polnische Malerin Tamara de Lempicka wurde 1898 als Tamara Golska in Warschau geboren. Die Malerei der Renaissance prägte Lempickas eigene spätere künstlerische Entwicklung. 1916 heiratete sie den Anwalt Tadeusz Lempicki in Russland, wo sie auch bis 1918 lebte. Ihren angenommenen Namen änderte sie in Lempicka.
1918 zogen Lempicka und ihr Mann nach Paris und da er dort keine Anstellung als Anwalt fand, beschloss Lempicka ihr abgebrochenes Kunststudium wieder aufzunehmen, um mit der Malerei ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie wurde Schülerin von Maurice Denis und André Lothe, entwickelt sehr bald ihren eigenen und unverwechselbaren Stil.
1925 auf der ersten Art-Dekó-Ausstellung war sie der Star dieser Stilepoche. Ihre erotischen, kühlen und sachlichen Werke fanden schnell ihre Liebhaber und sie wurde zur gefragtesten Künstlerin dieser Zeit. Auch ihr Leben änderte sich. Sie inszenierte sich als Diva, hatte zahlreiche Affären, wohnte in einem Luxusappartement und verkehrte in Haute-Volée-Kreisen. Danach folgten 1928 die Scheidung und 1933 die Heirat mit einem ungarischen Industriellen.
Mitter der 1930er Jahre erkrankte Lempicka an Depressionen und damit war ihre Schaffenszeit vorüber bis es in den 1950er Jahren, als sich die abstrakte Malerei durchsetzte, ganz still um die einstmals so begehrte Künstlerin wurde. Erst 1970 entdeckte man ihre Werke neu.
Tamara de Lempicka zählt heute zu den wichtigsten Künstlern des Art Dekó. Eine bemerkenswerte Frau, die ein völlig neues Frauenbild schuf und wie kaum ein anderer Künstler das Lebensgefühl dieser Epoche künstlerisch umsetzen konnte.