Die bekanntesten Bilder des impressionistischen Malers Claude Monet (1840-1926) entstanden in seinem eigenen Garten, den er extra für die Inspiration anlegte. Dieser Garten und sein Wohnhaus in dem normannischen Ort Giverny, nahe von Paris, sind heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Hierhin zog Monet 1883, wo er bis zu seinem Tode lebte.
Monet liebte die Natur, die Blumen und malte immer wieder seine Familie inmitten dieser Blütenpracht. Besondere Freude hatte er an seinem Wassergarten, in dem zahlreiche Werke wie z.B. die „Seerosen“ entstanden. Dazu inspiriert wurde Monet durch seine Ausstellungen in der ganzen Welt. Die Sammlung von japanischen Holzschnitten, die im Wohnhaus zu sehen sind, zeugen von Monets Liebe zur asiatischen Kultur und exotischen Pflanzen, die sich auch in den Wassergärten wiederspiegelt.
Monets Garten ist ein Kunstwerk für sich. Viel Jahre arbeitete er daran, um diesen besonderen Garten zu gestalten. Er besuchte Blumenausstellungen und las Fachliteratur über Gartenbau. Über die Jahre kaufte er Grundstücke hinzu und stellte sieben Gärtner für die Gartenpflege an. Monets Perfektionismus ging so weit, dass einer der Gärtner täglich am frühen Morgen auf den Teich hinaus rudern musste, um die Seerosen zu waschen. Für Monet wurden der Garten und die Malerei zum absoluten Lebensinhalt, er hielt sich selbst zu nichts anderem nützlich. Mit diesem Garten schuf er sich einen Ort der Ruhe und Inspiration. Heute pilgern zahlreiche Künstler und Kunstinteressierte zu Monets Garten, um ein Stück des Zaubers, von dem der Maler sprach, einzufangen.
Wenn man an den Surrealismus der bildenden Kunst denkt, dann fällt einem zumeist Dali (1904-1989) als einer der bedeutenden Künstler ein, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert dieser revolutionäre Kunstbewegung angehörte. Er wurde jedoch 1934 von ihnen ausgeschlossen. Einer der Gründe war Salvador Dalis Bild Das Rätsel Wilhelm Tells, worauf er Lenin in kniender Haltung ohne Hosen, mit einer gigantischen Gesäßbacke und überdimensionalen Arbeiterhelm zeigte. Ihm wurde die Anhängerschaft Adolf Hitlers und des Faschismus vorgeworfen, was Dali jedoch in seiner Autobiografie dementierte. Seine bekanntesten surrealistischen Werke waren seine schmelzenden Uhren, brennende Giraffen, langbeinige Elefanten aber auch provokante Gemälde wie der Der große Masturbator.
Dali wird heute als der bedeutsamste Maler des Surrealismus gesehen, der zu seinen Lebzeiten das Bild eines exzentrischen Paranoikers abgab und mit seiner Persönlichkeit für kontroverse Schlagzeilen sorgte. Der Begründer des Surrealismus, André Breton, warf ihm Geldgier und exzessive Selbstdarstellung vor und wendete sich mit dem Ausschluss aus der Surrealistengruppe von ihm ab.
In seiner surrealistischen Phase von 1029-1940 schaffte Dali mehr als 700 Werke, meist kleinformatige Ölgemälde, die heute von den Kunstliebhabern, aber auch von Kunstkritikern und – historikern, sehr geschätzt werden. Diese 700 Werke machen ungefähr die Hälfte seines Gesamtwerkes aus, welche heute als seine bedeutendsten Bilder gelten.