Jasper Johns

Autor: Andrea
06.02.2009

Denk man an Pop-Art denkt man gleich an Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann, aber auch an Jasper Johns, der zweifelsfrei einer der wichtigsten Künstler des amerikanischen Pop-Art ist. Seine Werke, oft Zielscheiben, Zahlen, Flaggen und Buchstaben waren der Grundstein für den amerikanischen Minimalismus.

Jasper Johns wurde 1930 in Augusta (Georgia) geboren. Mit 22 Jahren ließ er sich in New York nieder, um seinen Traum Künstler zu werden, wahr werden zu lassen. In New York traf er auf viele Künstler, wie z.B. Robert Rauschenberg und Merce Cunningham. Mit seinem Gemälde „Flag” erreichte er seinen Durchbruch als Künstler. Dieses Werk ist eine Collage, bei der Streifen aus Zeitungspapier schichtweise übermalt wurde. Zu seinen Arbeitsmaterialien zählen neben Papier auch Anstreicherlack und Wachsfarben. Die daraus entstehende Arbeitsweise wurde sein Markenzeichen.

1958 war für Johns ein wichtiges Jahr in seinem Künstlerleben. Seine Werke wurden nicht nur in der Galerie Leo Castelli in New York ausgestellt oder auf der Biennale in Venedig gezeigt, sondern das Museum of Modern Art kaufte gleich drei seiner Gemälde auf. Danach änderte Johns seinen Malstil und ging dazu über, dem Malprozess als solches mehr Gewicht beizumessen.

1960 ging Jasper Johns zur Druckgrafik über und erfand Neuerungen beim Siebdruckverfahren. 1980 änderte er wieder seinen Stil und seine Werke wurden figürlicher und realistischer.

Heute lebt und arbeitet Jasper Johns immer noch in New York.

06.06.2008

Der Maler und Lehrer Roy Lichtenstein (1923-1997) versuchte in seinen Bildern und Skulpturen Kunst und Konsum zu verbinden. Seine Werke erinnern an plakative Werbetafeln,  an Zeitschriftenreklame aus den 50er und 60er Jahren oder an Comics.

Neben Andy Warhol  zählt er zu den wichtigsten Pop-Art-Künstlern seiner Zeit. Oft werden seine Bilder mit klassischen Designermöbeln zu einem postmodernen Ambiente verbunden. Zu einem Eileen Grey-Tischchen mit Wassily-Chairs von Marcel Breuer kombiniert man gern die Werke von Roy Lichtenstein, Andy Warhol oder Tom Wesselmann. Sie passen sowohl in die junge und moderne, wie in die edle und puristische Einrichtung.

Für seine Bilder verwendete Lichtenstein klare kräftige Farben. Wie in Comics umrandete er seine Motive mit schwarzen Linien. Die Bilder wirken flächig ohne räumliche Tiefe. Sprechblasen erinnern hier an besonders stark an Comics. Statt die Flächen in seinen Bildern farbig ganz auszufüllen, setzte er gleichmäßige Punkte. Diese Technik wird im Englischen Benday Dots genannt. Der Erfinder dieser Maltechnik, Benjamin Day, entwickelte diese für die industrielle Illustration. Dadurch wirken die Bilder ausgesprochen künstlich, die bei Lichtensteins großformatigen Werken besonders gut zur Geltung kommt und ihr eine moderne Ausstrahlung verleihen. Sehr bekannt sind beispielsweise seine „Pinselstriche, Explosionen aber auch moderne Gemälde die einen Bezug zu den 30er Jahren zeigen.

Neben Bilder erschuf Lichtenstein auch Skulpturen. Eine bekannte Skulptur ist die Explosion No.1. Eine farbige großformatige Metallskulptur aus dem Jahr 1965.