Lyonel Feininger wurde am 17.Juli 1871 in New York geboren. 1887 folgte er seinen Eltern, seinem aus Deutschland stammenden Vater, ein Konzertgeiger und seiner Mutter, Sängerin und Pianistin, nach Europa um dort in der Hamburger Gewerbeschule die Zeichen- und Malklasse zu besuchen. Von 1888-1892 studierte er in Berlin an der königlichen Kunst-Akademie. Später besuchte er in Paris eine private Kunstschule.
Ab 1893 arbeitete Feininger als Illustrator. Durch Bekanntschaften mit dem „Cafe du Dome-Kreis” und „Brücke-Malern” wie Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel, erweiterte sich sein Schaffen. 1911 kam Feininger erstmals mit dem Kubismus in Kontakt. Dieser prägte später seine Werke, vorwiegend Kirchen- und Gebäude-Motive. 1924 gründete Feininger zusammen mit Paul Klee, Alexej von Jawlenski und Wassily Kandinski die Künstler-Gruppe „Die Blauen Vier”.
1933 siedelte er nach Berlin über und emigrierte 1937 zurück nach New York. Im gleichen Jahr wurden etwa 400 Werke von ihm von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und als entartete Kunst erklärt. Durch eine Retrospektive 1944 in Museum of Modern Art in New York gelang ihm sein künstlerischer Durchbruch. 1945 lehrte er einen Sommerkurs in North Carolina. Seine Schriften und sein Unterricht, sowie seine späten Aquarelle wurden richtungsweisend für den abstrakten Expressionismus. Lyonel Feininger starb im Alter von 84 Jahren 1956 in New York.
Als Kubismus wird eine Stilrichtung in der modernen Malerei bezeichnet, die zu Beginn des 20.Jahrhunderts weit verbreitet war. Sie schloss sich dem Spätimpressionismus an und hatte seinen Höhepunkt um 1914. Kubismus ist abgeleitet von dem Wort Cubus, was Würfel bedeutet. Würfel, Kegel, Kugel und Pyramiden finden sich in kubistischen Werken wieder. Gegenständliches geht ins Abstrakte über und Perspektiven werden neu angelegt. Man findet in den Werken facettierte prismatische Formen.
Der Kubismus wird in zwei Bereichen gegliedert, einmal in den analytischen Kubismus und in den synthetischen Kubismus. Erste kubistische Werke stammten von den Künstlern Georges Braque und Pablo Picasso. Weitere Vertreter waren unter anderem, Fernand Léger, Kasimir Malewitsch und Jeanne Rij-Rousseau.
Der Kubismus der in Frankreich begann, spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der modernen Kunst. Ein sehr bekanntes kubistisches Werk von Pablo Picasso ist Les Demoiselles d´Aviginion. Dieses bedeutsame Werk zeichnete den Weg der Entwicklung des Kubismus.
Kubismus lässt sich auch so verstehen, dass man versucht hat, auf eine Oberfläche sämtliche Ansichten eines Objektes zu vereinen. Man sieht also nicht nur das was man sehen könnte, sondern auch gleichzeitig die Seiten- und Rückansicht. Zudem werden Objekte in geometrische Formen gegliedert. Zum synthetischen Kubismus gehören auch Collagen. Echte Objekte wie Sand und Holz, die auf die Leinwand geklebt wurden, sollte eine plastische Sichtweise ermöglichen.