23.11.2008

Der US-Amerikaner Keith Haring wurde 1958 in Pennsylvania geboren und verstarb 1990 in New York. Der studierte Werbegrafiker zog es schon früh zur Kunst. Er selbst ließ sich für seine Werke, die teils homoerotisch sind, von Graffiti inspirieren. Seine Motive, bevorzugt Figuren in Primärfarben mit schwarzer Umrandung, findet man heute auf allen möglichen Gebrauchsgegenständen. Von der Kaffeetasse über Bettwäsche bin hin zu Schreibutensilien. Seine Kunst wirkt jungendlich, witzig, teils nachdenklich, comic-haft und modern. In Sydney, Rio de Janeiro, Manhattan und Melbourne bemalte er Wände (1984). Ab 1985 begann er auf Leinwand zu malen, nachdem er zuvor auf Papier, Kunststoff und Metall malte. 1986 bemalte er abermals Wände in Paris, Amsterdam, Berlin, Phoenix und am Checkpoint Charlie. Auch bemalte er den Körper von Grace Jones für ihr Video „I´m not perfect”.

Haring war ein enger Freund von Warhol, für den Haring ein Bild namens „Andy Mouse” malte.

Auf zahllosen Einzelausstellungen in der ganzen Welt und auf Biennalen wurden die Werke Keith Härings ausgestellt.

Keith Häring verstarb 1990 an den Folgen seiner Aidserkrankung. Die Diagnose erhielt er drei Jahre zuvor und beschäftigte sich seitdem auch mit dem Tod, welchen er in seinen letzten Bildern darstellte.

Romero Britto

Autor: Andrea
09.04.2008

Von alten und neuen Meistern läßt sich der brasilianische Neo-Pop-Künstler Romero Britto, der 1963 in Recife geboren wurde und heute in Miami lebt, gern inspirieren. Seine fröhlich bunten Bilder zeugen von einer optimistischen Lebenseinstellung, die auch Prominente wie Arnold Schwarzenegger, Ted Kennedy, Andre Agassi, David Caruso, Whitney Houston und viele andere Sammler von Britto´s Werken, begeistern. Poppig-bunt präsentieren sich seine Werke, die entweder kindlich-verspielte oder romantische Themen beinhalten. Dargestellt sind oftmals ganz normale Gegenstände des Alltags oder phantasievolle Darstellungen. Fliegende Fische, bunte Herzen, Blumen und Sonnenschein vermitteln dem Betrachter ein gutes Gefühl. Sein unverwechselbarer Malstil mit seinen konturenreichen Formen und leuchtenden Farben wirkt sehr modern. Seine Bilder scheinen energiegeladen, animieren zur Tatkraft, zum Träumen oder zum Innehalten.

Zu Farben und Pinsel griff Romero schon als Kind. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, versuchte er schon damals Farbe und Fröhlichkeit in sein Leben zu bringen. Was zunächst mit dem Abmalen von Werken bekannter Künstler begann, endete mit seinen individuellen lebensfrohen Stil, den wir heute kennen. Er ist eine Mischung aus Pop-Art und Grafittimalerei. Den Durchbruch erlangte er 1989, als er unter anderem mit Andy Warhol und Keith Haring, eine Werbekampagnen für Absolut Vodka startete. Später kamen weitere Kunstprojekt für Firmen wie Disney, Pepsi, Volvo und BMW dazu.

2007 machte er mit einer gigantischen Pyramide, die auf die Ausstellung “Tutankhamun und das goldene Zeitalter der Pharaonen” in London aufmerksam machen sollte, von sich Reden. Die 45 Fuss hohe farbenfrohe Skulptur wurde im Hyde Park aufgestellt und war bis dahin das erste dort aufgestellte Kunstwerk von solchem Ausmaß.