Abstrakte Malerei ist eine Kunstrichtung, bei der es nicht darum geht, Gegenstände abzubilden. Die abstrakte Kunst entwickelte sich gleichzeitig mit der Entwicklung der Fotografie und Sinn war es, sich immer weiter von der Realität zu entfernen. Abstrakte Werke sind Farb-Kompositionen, bei denen Linien und geometrische Formen vorherrschen. Der wohl bekannteste Künstler, der sich dieser Kunstrichtung widmete war Wassily Kandinsky.
Der Begriff ist in der Kunstwissenschaft umstritten, denn selbst realistische Malerei ist ein Abstrahieren der Natur, wenn beispielsweise Gegenstände hervorgehoben werden. Dennoch geht man bei dem Begriff von verschiedenen Graden der Abstraktion aus und benennt eben nur Bilder als abstrakte Kunst, die eventuell nur noch in Ansätzen Gegenständliches zeigen oder diese kaum mehr als solche zu erkennen lassen. Es geht dabei ja auch nicht um das Abbilden von Gegenständen, sondern Form- und Farbklänge zu komponieren.
Die abstrakte Malerei fand ihre Anfänge um 1910. Das radikalste abstrakte Werk stammt wohl von Kasimir Malewitsch, der mit seinem Schwarzen Quadrat wohl die Kunstszene spaltete. Die abstrakte Malerei hatte ihre Kritiker, unter denen sogar bedeutende Künstler zu finden waren. Jedoch sieht man heute diese Kunstrichtung als notwenige Entwicklung zur Modernen. Ab 1913 wurde die abstrakte Malerei eine regelrechte Modeerscheinung bei den Künstlern und genauso schnell zerfiel sie in verschiedene Stile wie expressive Abstraktion und geometrische Abstraktion.
Als Kubismus wird eine Stilrichtung in der modernen Malerei bezeichnet, die zu Beginn des 20.Jahrhunderts weit verbreitet war. Sie schloss sich dem Spätimpressionismus an und hatte seinen Höhepunkt um 1914. Kubismus ist abgeleitet von dem Wort Cubus, was Würfel bedeutet. Würfel, Kegel, Kugel und Pyramiden finden sich in kubistischen Werken wieder. Gegenständliches geht ins Abstrakte über und Perspektiven werden neu angelegt. Man findet in den Werken facettierte prismatische Formen.
Der Kubismus wird in zwei Bereichen gegliedert, einmal in den analytischen Kubismus und in den synthetischen Kubismus. Erste kubistische Werke stammten von den Künstlern Georges Braque und Pablo Picasso. Weitere Vertreter waren unter anderem, Fernand Léger, Kasimir Malewitsch und Jeanne Rij-Rousseau.
Der Kubismus der in Frankreich begann, spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der modernen Kunst. Ein sehr bekanntes kubistisches Werk von Pablo Picasso ist Les Demoiselles d´Aviginion. Dieses bedeutsame Werk zeichnete den Weg der Entwicklung des Kubismus.
Kubismus lässt sich auch so verstehen, dass man versucht hat, auf eine Oberfläche sämtliche Ansichten eines Objektes zu vereinen. Man sieht also nicht nur das was man sehen könnte, sondern auch gleichzeitig die Seiten- und Rückansicht. Zudem werden Objekte in geometrische Formen gegliedert. Zum synthetischen Kubismus gehören auch Collagen. Echte Objekte wie Sand und Holz, die auf die Leinwand geklebt wurden, sollte eine plastische Sichtweise ermöglichen.