Der bedeutende Impressionist Camille Pissarro wurde 1830 in Dänisch-Westindien geboren. Sein voller Geburtsname lautet Jacob Abraham Camille Pissarro.
Seine Werke, oft Landschaften, Stadtimpressionen und Menschen bei der Arbeit (Heuernte bei Eragny) erinnern auf den ersten Blick an Werke anderer Impressionisten seine Zeit. Das kommt wohl auch daher, weil er sich unter anderem von Èduart Manet, William Turner, Claude Monet und Paul Gauguin anregen ließ.
Pissarro zählt zu den produktivsten Malern des Impressionismus. Im Verlauf seines Lebens wandte er sich auch kurzzeitig dem Pointillismus zu und zu Beginn seines Schaffens war er noch vom Neoimpressionismus beeinflusst und malte seine Werke in kurzen, hektischen Pinselstrichen.
Wichtige Werke Pissarro´s sind unter anderem sein Selbstporträt von 1873, Zwei schwatzende Frauen am Meer (1856), Place du Havre (1893), Avenue de l´Opera (1898), Porträt Paul Cécanne (1874), Dampfschiffe in Rouen (1896), Madame Pissarro nähend am Fenster (1873-1874)
Camille Pissarro stellte seine Werke in allen acht Ausstellungen der Impressionisten von 1874-1886 aus, was ihm auch den Ruf des produktivsten Impressionisten einbrachte.
Gegen Ende der 1880er Jahre jedoch, musste der Künstler wegen seines Augenleides kürzer treten. Er verstarb 1903 In Paris.
Der Impressionismus verbreitete sich Ende des 19. Jahrhunderts aus Frankreich. Als Impressionismus bezeichnet man eine Stilrichtung der Malerei, dabei wurde nicht nur der Stil übernommen, sondern auch Teile der regionalen Bedingungen und Traditionen. Der Impressionismus wird auch als Wegweiser für die Moderne und Abstrakte Kunst angesehen.
Die Stilrichtung des Impressionismus bezog aber nicht nur auf die Malerei, sondern auch auf Musik und Literatur. Die bekanntesten Maler des Impressionismus sind Claude Monet, Edgar Degas und Pierre-Auguste Renoir. Darüber hinaus gab es natürlich noch eine Vielzahl anderer impressionistischer Maler. Monets Seerosen in Blautönen gehalten, findet man noch heute als Druck in zahlreichen Häusern. Bezeichnend für den Impressionismus, dass er sich keinerlei kunstakademischen Regeln verpflichtet fühlte. Im Impressionismus wurde die Farbe das Hauptgestaltungsmittel, weniger die Zeichenkunst. Deutlich hebt sich in den Bildern hervor, dass Licht eine wesentliche Rolle spielte und dazu diente, dem Bild seinen Charakter zu verleihen. Es wurden weniger Details gemalt, die Motive wirken schemenhaft, eher wie eine Skizze. Ein typischer Ausdruck dieser Bilder sind weiche und fließende Übergänge, einige Gemälde wirken träumerisch, in die Ferne blickend. Harte Konturen oder Farben wurden nicht genutzt, die Übergänge sind fließend und sehr weich. Die Stilrichtung der Malerei beeinflusste auch das künstlerische Leben, vor allem in Paris. Gemalt wurde viel in der freien Natur, es ging in den Motiven mehr um das was auch existent ist, statt den Phantasien der Künstler. Daraus entstanden wunderschöne Landschaftsbilder und Momentaufnahmen aus dem Leben.
Nach Meinung der Kunstexperten ist es Das Meisterwerk des Impressionismus, Marcs Bild „Turm der blauen Pferde“, welches seit 1945 verschollen ist. Man vermutet, dass es sich in einem Züricher Banksafe befindet. Das großformatige Werk entstand 1913 soll sich im Besitz der Erben befinden, so vermutet man.
Wegen seiner Bekanntheit hält man das Gemälde als unverkäuflich und sein Schätzwert geht in den zweistelligen Millionenbereich. Derzeit bemüht man sich um die Herausgabe des Bildes, was aber nicht bedeutet, dass es tatsächliche Hinweise über den Verbleib des Bildes gibt. Es könnte genauso gut in der Nachkriegszeit zerstört worden sein.
Franz Marc wurde 1880 in München geboren. Er starb 1916 bei Verdun in Frankreich. Er war Mitbegründer der Künstlervereinigung „Blauer Reiter“ und gilt als einer der wichtigsten Maler des deutschen Impressionismus. Größte Bekanntheit haben seine tierischen Motive wie die „Blauen Pferde“, „Der Tiger“ oder die „Gelbe Kuh“ erlangt. Er malte jedoch auch andere Motive ähnlich Monet, z.B. „Zwei Frauen am Berg“.
Franz Marc genoss eine naturalistische Ausbildung, wechselte aber zum Ausdruck und wendete verschiedene Techniken wie Aquarell, Ölfarben, Bleistift und Gouachen bei seinen Werken an. Er bevorzugte Tiere als Motive, weil er diese als Sinnbild für das Reine und Ursprüngliche hielt. Die verwendeten Farben haben ebenso eine besondere Bedeutung. Er setzte eigene Farbgesetze auf, bei denen blau für das Männliche, rot für das Gegenständliche und gelb für das Weibliche steht.
Die bekanntesten Bilder des impressionistischen Malers Claude Monet (1840-1926) entstanden in seinem eigenen Garten, den er extra für die Inspiration anlegte. Dieser Garten und sein Wohnhaus in dem normannischen Ort Giverny, nahe von Paris, sind heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Hierhin zog Monet 1883, wo er bis zu seinem Tode lebte.
Monet liebte die Natur, die Blumen und malte immer wieder seine Familie inmitten dieser Blütenpracht. Besondere Freude hatte er an seinem Wassergarten, in dem zahlreiche Werke wie z.B. die „Seerosen“ entstanden. Dazu inspiriert wurde Monet durch seine Ausstellungen in der ganzen Welt. Die Sammlung von japanischen Holzschnitten, die im Wohnhaus zu sehen sind, zeugen von Monets Liebe zur asiatischen Kultur und exotischen Pflanzen, die sich auch in den Wassergärten wiederspiegelt.
Monets Garten ist ein Kunstwerk für sich. Viel Jahre arbeitete er daran, um diesen besonderen Garten zu gestalten. Er besuchte Blumenausstellungen und las Fachliteratur über Gartenbau. Über die Jahre kaufte er Grundstücke hinzu und stellte sieben Gärtner für die Gartenpflege an. Monets Perfektionismus ging so weit, dass einer der Gärtner täglich am frühen Morgen auf den Teich hinaus rudern musste, um die Seerosen zu waschen. Für Monet wurden der Garten und die Malerei zum absoluten Lebensinhalt, er hielt sich selbst zu nichts anderem nützlich. Mit diesem Garten schuf er sich einen Ort der Ruhe und Inspiration. Heute pilgern zahlreiche Künstler und Kunstinteressierte zu Monets Garten, um ein Stück des Zaubers, von dem der Maler sprach, einzufangen.