Picasso sagte einmal über Marc Chagall: „Wenn Chagall malt, weiß man nicht, ob er dabei schläft oder wach ist. Irgendwo in seinem Kopf muss er einen Engel haben.”
Chagalls Bilder - farbenfroh, etwas schräg, euphorisch, melancholisch und bildkräftigt, sind den meisten bekannt. Eine Bildsprache die jeder Mensch versteht, wie z.B. der Flugtraum, den Chagall zu seinem Lebensgefühl erhoben hat.
Chagall wurde 1887 im heutigen Weißrussland unter dem Namen Moishe Zakharovich geboren und zählt zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhundert. Chagall lernte schon als Kind das Zeichnen und wurde nach Abschluss der Gemeindeschule, Schüler in einem Maleratelier. Sein künstlerischer Werdegang durchzieht einige Kunstschulen und Kunstausbildungen. Sein eigenes Atelier bezog er 1910 in Paris. Dort erhielt er Unterstützung von dort lebenden russischen Künstlern wie Fernand Léger und Robert Delaunay, sowie anderen Künstlern mit denen er Freundschaft schloss. Fortan bewegte er sich zwischen Frankreich, Deutschland und Russland.
1941, nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion, emigrierte er in die USA, wo er auch einige seiner Künstlerfreunde in New York wiedertraf, wie Léger, Mondrian und Breton. 1948 kehre er nach Europa, bzw. nach Paris zurück. 1960 erhielt er unter anderem den Auftrag, die Fenster der Kathedrale von Metz zu gestalten. Während seines gesamten Künstlerdaseins, stellte er seine Werke in zahlreichen Ausstellungen in ganz Europa und in den USA aus.
Er verstarb 1985 im hohen Alter von 97 Jahren in Saint-Paul de Vence.
Als Kubismus wird eine Stilrichtung in der modernen Malerei bezeichnet, die zu Beginn des 20.Jahrhunderts weit verbreitet war. Sie schloss sich dem Spätimpressionismus an und hatte seinen Höhepunkt um 1914. Kubismus ist abgeleitet von dem Wort Cubus, was Würfel bedeutet. Würfel, Kegel, Kugel und Pyramiden finden sich in kubistischen Werken wieder. Gegenständliches geht ins Abstrakte über und Perspektiven werden neu angelegt. Man findet in den Werken facettierte prismatische Formen.
Der Kubismus wird in zwei Bereichen gegliedert, einmal in den analytischen Kubismus und in den synthetischen Kubismus. Erste kubistische Werke stammten von den Künstlern Georges Braque und Pablo Picasso. Weitere Vertreter waren unter anderem, Fernand Léger, Kasimir Malewitsch und Jeanne Rij-Rousseau.
Der Kubismus der in Frankreich begann, spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der modernen Kunst. Ein sehr bekanntes kubistisches Werk von Pablo Picasso ist Les Demoiselles d´Aviginion. Dieses bedeutsame Werk zeichnete den Weg der Entwicklung des Kubismus.
Kubismus lässt sich auch so verstehen, dass man versucht hat, auf eine Oberfläche sämtliche Ansichten eines Objektes zu vereinen. Man sieht also nicht nur das was man sehen könnte, sondern auch gleichzeitig die Seiten- und Rückansicht. Zudem werden Objekte in geometrische Formen gegliedert. Zum synthetischen Kubismus gehören auch Collagen. Echte Objekte wie Sand und Holz, die auf die Leinwand geklebt wurden, sollte eine plastische Sichtweise ermöglichen.