Franz Marc

Autor: Andrea
08.06.2009

Franz Marc ist wohl einer der bedeutesten Expressionisten des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1880 in München geboren und starb 1916 in Frankreich (Verdun). Schon sein Vater arbeitete als Kunstmaler.

Franz Marc war der Begründer der Künstlervereinigung „Der blaue Reiter”, der auch August Macke, Gabriele Münter, Wassiliy Kandinsky und andere bekannte Maler angehörte. Sie waren die Webbereiter der modernen Kunst, die sich 1911 lose zusammenschlossen und die Befreiung der erstarrten Traditionen der akademischen Malerei als Ziel hatten.

Seine Motive waren oft Tiere. Kühe, Pferde, Tiger, Katzen, Rinder und Rehe malte er auf seine unverwechselbare Weise. Beim Malen verwendete er bestimmte Farben, denen er weibliche oder männliche Eigenschaften zuschrieb. So steht Blau für das männliche Prinzip und gelb für das weibliche. Dm männlichen schrieb Marc Eigenschaften wie herb und geistig zu. Dem weiblichen Sanftheit, Heiterkeit und Sinnlichkeit.

Die Linien der Motive sind organisch rundlich. Er entwickelte seine Technik weiter, bis seine Werke keine Geraden mehr aufwiesen. Auch die Tiefe verschwand aus seinen Bildern und stattdessen weisen sie eine flächige Einheit auf, die vor allem dekorativen Charakter haben.

Die wohl wichtigsten Werke Marc sind das Gemälde „Blaues Pferd I” und „Blaues Pferd II”.

Nach seinem Tode wurde sein schriftlicher Nachlass 1973 vom Deutschen Kunstarchiv erworben. Darunter sind auch einige Zeichnungen und Aquarelle des Malers.

Werke von Franz Marc werden heute gern als Drucke für die moderne Wohnraumgestaltung verwendet.

Expressionismus

Autor: Andrea
25.05.2009

Das Wort Expressionismus kommt von dem lateinischen Begriff expressio, welcher Ausdruck bedeutet. Expressionismus war eine Kunststilrichtung Anfang des 20. Jahrhundert. Anders als beim Naturalismus, wird hierbei das Gesehene nicht naturgetreu wiedergegeben, sondern das Erlebte soll dem Betrachter dargestellt werden.

Der Expressionismus war eine künstlerische Bewegung, die besonders in Deutschland stattfand. Den expressionistischen Malern war dabei nicht wichtig, formschöne Eindrücke oder gar Naturgetreues wiederzugeben, sondern die eigene Regung in Form von gefühlter Interpretation.

Zu den bekannten Expressionisten zählen unter anderem, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Wassily Kandinski, Franz Marc, Erich, Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Ernst, Lyonel Feininger, Carl Hofer, Margret Hofheinz-Döring und August Macke. Sie führten den Expressionismus teilweise bis zur Abstraktion. Die genannten Künstler gehören Künstlervereinigungen wie „Brücke” oder „Der Blaue Reiter” an. Letztere dankt ihrem Namen den Künstlern Kandinski und Marc.

Der Expressionismus wird auch als Protest gegen das Bürgertum verstanden - gegen die bestehende Ordnung. Friedrich Nietzsche gilt als der Vordenker der Expressionisten. Nicht bürgerlich, nicht konventionell, nicht naturgetreu - so die Bilder der Künstler und somit wurde diese Kunstrichtung negativ definiert. Zwei wichtige Vertreter des Expressionismus wehrten sich gegen die Bezeichnung Expressionisten und sahen darin ihrer Originalität nicht gerecht beschrieben.

Im Norton Simon Museum of Art in Pasadena sind heute viele expressionistische Werke ausgestellt.