Wenn man an den Surrealismus der bildenden Kunst denkt, dann fällt einem zumeist Dali (1904-1989) als einer der bedeutenden Künstler ein, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert dieser revolutionäre Kunstbewegung angehörte. Er wurde jedoch 1934 von ihnen ausgeschlossen. Einer der Gründe war Salvador Dalis Bild Das Rätsel Wilhelm Tells, worauf er Lenin in kniender Haltung ohne Hosen, mit einer gigantischen Gesäßbacke und überdimensionalen Arbeiterhelm zeigte. Ihm wurde die Anhängerschaft Adolf Hitlers und des Faschismus vorgeworfen, was Dali jedoch in seiner Autobiografie dementierte. Seine bekanntesten surrealistischen Werke waren seine schmelzenden Uhren, brennende Giraffen, langbeinige Elefanten aber auch provokante Gemälde wie der Der große Masturbator.
Dali wird heute als der bedeutsamste Maler des Surrealismus gesehen, der zu seinen Lebzeiten das Bild eines exzentrischen Paranoikers abgab und mit seiner Persönlichkeit für kontroverse Schlagzeilen sorgte. Der Begründer des Surrealismus, André Breton, warf ihm Geldgier und exzessive Selbstdarstellung vor und wendete sich mit dem Ausschluss aus der Surrealistengruppe von ihm ab.
In seiner surrealistischen Phase von 1029-1940 schaffte Dali mehr als 700 Werke, meist kleinformatige Ölgemälde, die heute von den Kunstliebhabern, aber auch von Kunstkritikern und – historikern, sehr geschätzt werden. Diese 700 Werke machen ungefähr die Hälfte seines Gesamtwerkes aus, welche heute als seine bedeutendsten Bilder gelten.