Von Segelschiffen und Häfen war der 1863 in Paris geborene französische Maler fasziniert. Er zählt zu den bedeutenden Künstlern des Pointillismus und Neo-Impressionismus.
Signac war Autodidakt, seine Vorbilder die Impressionisten und vor allem Claude Monet. Zusammen mit dem Künstler Georges Seurat entwickelte er 1884 die divisionistsche Malerei. Es handelt sich dabei um eine Malerei, bei der die Farben nicht mehr auf der Palette gemischt wurden, sondern erst beim Betrachten des Werkes im menschlichen Auge. Für diese Technik setzten sie farbige Punkte nebeneinander. Der Vorteil dieser Maltechnik war, dass die Farben ihre Leuchtkraft nicht durchs Mischen einbüßten.
Neben Hafenszenen war Signac´s Thema die Landschaft, die er in hellen und leuchtenden Farben auf Leinwand bannte. Anders als so manche seiner Genossen, war Signac schon zu Lebzeiten anerkannt und angesehen. Er erhielt einige Auszeichnungen der Ehrenlegion und wurde sogar 1915 offizieller Marinemaler. Wichtige Werke von Signac sind:
- Die rote Boje - 1895
- Große Fichte bei St. Tropez - 1892-1893
- Leuchtturm bei Groix - 1926
- Blick auf den Hafen von Marseilles - 1905
- Antibes le Soir - 1914
Das Werk Leuchtturm bei Groix ist im Metropolitan Museum of Art in New York zu sehen. Bis zum 10.1.2009 ist eine Ausstellung mit dem Titel „Impressionismus. Wie das Licht auf die Leinwand kam” in Wien zu sehen, wo unter anderem auch Werke des Künstlers Paul Signac ausgestellt sind.
Die bekanntesten Bilder des impressionistischen Malers Claude Monet (1840-1926) entstanden in seinem eigenen Garten, den er extra für die Inspiration anlegte. Dieser Garten und sein Wohnhaus in dem normannischen Ort Giverny, nahe von Paris, sind heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Hierhin zog Monet 1883, wo er bis zu seinem Tode lebte.
Monet liebte die Natur, die Blumen und malte immer wieder seine Familie inmitten dieser Blütenpracht. Besondere Freude hatte er an seinem Wassergarten, in dem zahlreiche Werke wie z.B. die „Seerosen“ entstanden. Dazu inspiriert wurde Monet durch seine Ausstellungen in der ganzen Welt. Die Sammlung von japanischen Holzschnitten, die im Wohnhaus zu sehen sind, zeugen von Monets Liebe zur asiatischen Kultur und exotischen Pflanzen, die sich auch in den Wassergärten wiederspiegelt.
Monets Garten ist ein Kunstwerk für sich. Viel Jahre arbeitete er daran, um diesen besonderen Garten zu gestalten. Er besuchte Blumenausstellungen und las Fachliteratur über Gartenbau. Über die Jahre kaufte er Grundstücke hinzu und stellte sieben Gärtner für die Gartenpflege an. Monets Perfektionismus ging so weit, dass einer der Gärtner täglich am frühen Morgen auf den Teich hinaus rudern musste, um die Seerosen zu waschen. Für Monet wurden der Garten und die Malerei zum absoluten Lebensinhalt, er hielt sich selbst zu nichts anderem nützlich. Mit diesem Garten schuf er sich einen Ort der Ruhe und Inspiration. Heute pilgern zahlreiche Künstler und Kunstinteressierte zu Monets Garten, um ein Stück des Zaubers, von dem der Maler sprach, einzufangen.