10.11.2008

Ein eindeutiges Merkmal wird man bei dieser Kunststilrichtung nicht finden. Dieser Stil entstand im Aufbruch der klassischen Moderne und entwickelte sich auch teils aus dem Symbolismus. Jugendstil oder Art Dekó verbindet Eleganz mit Formen, vorwiegend florale Formgebungen. In Verbindung mit hochwertigen Materialien steht der Jugendstil für Stärke und Sinnlichkeit.

Art Dekó ist die Abkürzung für Arts Décoratifs et Industriels Modernes, der Name einer Ausstellung in Paris 1925. Diese Ausstellung wurde von einigen französischen Künstlern initiiert, die 1001 die „Société des Artistes Décorateuers gründeten und diese Ausstellung ursprünglich schon für 1915 planten. Jedoch verzögerte sich diese wegen des 1. Weltkrieges um 10 Jahre.

Den Ursprung des Jugendstils oder Art Dekó lässt sich in der Gründung der Wiener Werkstätte finden, die 1903 stattfand. Gründungsmitglieder waren Josef Hoffmann, Fritz Wärndorfer und Kolomann Moser.

Jedoch wurde Paris Zentrum des Art Dekó oder dort auch Art Nouveau genannt. Innovative Modeentwürfe von den großen Modeschöpfern Jacques Doucet und Paul Poiret waren ebenfalls stilprägend. Sowie die bekannten großflächigen organischen und floralen Muster, die oft als Verzierungen an Gebrauchsgegenstände, Lampen, Möbel, Schmuck und auf Bildern zu finden sind. Die Bilder des Jugendstils wirken eher plakativ als realistisch, da bei ihnen Schatten fehlen.

Der mondäne Stil nahm durch den 2. Weltkrieg ein jähes Ende. Er entsprach danach nicht mehr der Stimmung der Bevölkerung.

In Übrigen wird der Art Dekó in England Modern Style und Style Liberty genannt.

Tamara de Lempicka

Autor: Andrea
09.05.2008

Die polnische Malerin Tamara de Lempicka wurde 1898 als Tamara Golska in Warschau geboren. Die Malerei der Renaissance prägte Lempickas eigene spätere künstlerische Entwicklung. 1916 heiratete sie den Anwalt Tadeusz Lempicki in Russland, wo sie auch bis 1918 lebte. Ihren angenommenen Namen änderte sie in Lempicka.

1918 zogen Lempicka und ihr Mann nach Paris und da er dort keine Anstellung als Anwalt fand, beschloss Lempicka ihr abgebrochenes Kunststudium wieder aufzunehmen, um mit der Malerei ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie wurde Schülerin von Maurice Denis und André Lothe, entwickelt sehr bald ihren eigenen und unverwechselbaren Stil.

1925 auf der ersten Art-Dekó-Ausstellung war sie der Star dieser Stilepoche. Ihre erotischen, kühlen und sachlichen Werke fanden schnell ihre Liebhaber und sie wurde zur gefragtesten Künstlerin dieser Zeit. Auch ihr Leben änderte sich. Sie inszenierte sich als Diva, hatte zahlreiche Affären, wohnte in einem Luxusappartement und verkehrte in Haute-Volée-Kreisen. Danach folgten 1928 die Scheidung und 1933 die Heirat mit einem ungarischen Industriellen.

Mitter der 1930er Jahre erkrankte Lempicka an Depressionen und damit war ihre Schaffenszeit vorüber bis es in den 1950er Jahren, als sich die abstrakte Malerei durchsetzte, ganz still um die einstmals so begehrte Künstlerin wurde. Erst 1970 entdeckte man ihre Werke neu.

Tamara de Lempicka zählt heute zu den wichtigsten Künstlern des Art Dekó. Eine bemerkenswerte Frau, die ein völlig neues Frauenbild schuf und wie kaum ein anderer Künstler das Lebensgefühl dieser Epoche künstlerisch umsetzen konnte.