Andy Warhol, geboren 1928 in Pittsburgh, gestorben im Alter von 59 Jahren in New York, stammte ursprünglich aus einer armen Bauernfamilie. Er war der zentrale Mitbegründer der Pop-Art Szene und machte sich einen Namen als Grafiker, Künstler, Filmemacher und Verleger. Warhol hinterließ ein umfangreiches Gesamtwerk und hat auch posthum seinen festen Platz in der Kunstszene.
Warhol hatte eine ganz besondere Leidenschaft, im Kindesalter entwickelte er ein reges Interesse für Comics und zeichnete und malte diese dann im Erwachsenenalter. Seine Donald Ducks, Mickey Mouse und Popeye Bilder sind bis heute weltbekannt. Schrill und bunt erinnern sie an Werbegrafiken. Aber nicht nur Comics beeinflussten seine Bilder, auch prominente Künstler wie Marilyn Monroe und Elvis prägten ihn und wurden verewigt.
Aber Warhol schaffte sich seinen Platz auch in der Filmbranche, mit Leidenschaft drehte er Massenproduktionen. Die Affäre mit Edie Sedgwick war von Drogen beeinflusst, sie entfernte schließlich von ihm. In der Zeit mit Andy Warhol zusammen galt sie als seine Muse. Ein Attentat Ende der 60iger Jahre änderte sein gesamtes Schaffen. Nach monatelangen Krankenhausaufenthalten konzentrierte sich Warhol wieder verstärkt auf seine Bilder und den Siebdruck. Die Filmwelt ließ er hinter sich. Später wandelte sich seine Kunst mehr in den Kommerz. Er malte gegen Lohn und so ziemlich alles was ihm vor die Leinwand kam. Im Jahr 1987 verstarb Warhol unter bis heute ungeklärten Umständen während einer Operation.
Warhol war eine stille Person, introvertiert, scheu und zurückhaltend. Es scheint, als hat er seine Gefühle und Gedanken zeitlebens in seinen Werken ausgedrückt. Sein Einfluss auf die Kunstszene ist unbestritten, er hat viel bewirkt und noch mehr hinterlassen.
Der Maler und Lehrer Roy Lichtenstein (1923-1997) versuchte in seinen Bildern und Skulpturen Kunst und Konsum zu verbinden. Seine Werke erinnern an plakative Werbetafeln, an Zeitschriftenreklame aus den 50er und 60er Jahren oder an Comics.
Neben Andy Warhol zählt er zu den wichtigsten Pop-Art-Künstlern seiner Zeit. Oft werden seine Bilder mit klassischen Designermöbeln zu einem postmodernen Ambiente verbunden. Zu einem Eileen Grey-Tischchen mit Wassily-Chairs von Marcel Breuer kombiniert man gern die Werke von Roy Lichtenstein, Andy Warhol oder Tom Wesselmann. Sie passen sowohl in die junge und moderne, wie in die edle und puristische Einrichtung.
Für seine Bilder verwendete Lichtenstein klare kräftige Farben. Wie in Comics umrandete er seine Motive mit schwarzen Linien. Die Bilder wirken flächig ohne räumliche Tiefe. Sprechblasen erinnern hier an besonders stark an Comics. Statt die Flächen in seinen Bildern farbig ganz auszufüllen, setzte er gleichmäßige Punkte. Diese Technik wird im Englischen Benday Dots genannt. Der Erfinder dieser Maltechnik, Benjamin Day, entwickelte diese für die industrielle Illustration. Dadurch wirken die Bilder ausgesprochen künstlich, die bei Lichtensteins großformatigen Werken besonders gut zur Geltung kommt und ihr eine moderne Ausstrahlung verleihen. Sehr bekannt sind beispielsweise seine „Pinselstriche, Explosionen aber auch moderne Gemälde die einen Bezug zu den 30er Jahren zeigen.
Neben Bilder erschuf Lichtenstein auch Skulpturen. Eine bekannte Skulptur ist die Explosion No.1. Eine farbige großformatige Metallskulptur aus dem Jahr 1965.
Von alten und neuen Meistern läßt sich der brasilianische Neo-Pop-Künstler Romero Britto, der 1963 in Recife geboren wurde und heute in Miami lebt, gern inspirieren. Seine fröhlich bunten Bilder zeugen von einer optimistischen Lebenseinstellung, die auch Prominente wie Arnold Schwarzenegger, Ted Kennedy, Andre Agassi, David Caruso, Whitney Houston und viele andere Sammler von Britto´s Werken, begeistern. Poppig-bunt präsentieren sich seine Werke, die entweder kindlich-verspielte oder romantische Themen beinhalten. Dargestellt sind oftmals ganz normale Gegenstände des Alltags oder phantasievolle Darstellungen. Fliegende Fische, bunte Herzen, Blumen und Sonnenschein vermitteln dem Betrachter ein gutes Gefühl. Sein unverwechselbarer Malstil mit seinen konturenreichen Formen und leuchtenden Farben wirkt sehr modern. Seine Bilder scheinen energiegeladen, animieren zur Tatkraft, zum Träumen oder zum Innehalten.
Zu Farben und Pinsel griff Romero schon als Kind. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, versuchte er schon damals Farbe und Fröhlichkeit in sein Leben zu bringen. Was zunächst mit dem Abmalen von Werken bekannter Künstler begann, endete mit seinen individuellen lebensfrohen Stil, den wir heute kennen. Er ist eine Mischung aus Pop-Art und Grafittimalerei. Den Durchbruch erlangte er 1989, als er unter anderem mit Andy Warhol und Keith Haring, eine Werbekampagnen für Absolut Vodka startete. Später kamen weitere Kunstprojekt für Firmen wie Disney, Pepsi, Volvo und BMW dazu.
2007 machte er mit einer gigantischen Pyramide, die auf die Ausstellung “Tutankhamun und das goldene Zeitalter der Pharaonen” in London aufmerksam machen sollte, von sich Reden. Die 45 Fuss hohe farbenfrohe Skulptur wurde im Hyde Park aufgestellt und war bis dahin das erste dort aufgestellte Kunstwerk von solchem Ausmaß.