Monatsarchiv für Februar 2011
Die Impastotechnik - im Italienischen heißt Impasto wohl “Teig” - ist eine Maltechnik, bei der die Farben sehr dick aufgetragen werden. Hier arbeitet man mit Pinseln oder mit Malmessern, die wie Spachtel verwendet werden. Zusätzlich zur Ölfarbe verwendet die Impastotechnik auch Acrylfarbe, die erst 1960 entwickelt wurde. Schon alte Meister wie Rembrandt, Tizian und Vincent van Gogh arbeiteten oft mit dieser Methode. Dabei erscheint das Gemälde schon dreidimensional. Man sieht jeden Pinselstrich und jeden Messerabdruck des Künstlers. Gekonnt eingesetzt, kann dadurch der Lichteinfall für jede Falte eines Gewandes genutzt oder bestimmte Details nicht nur vor-, sondern auch abgehoben werden. Unterstützt wird dieser Effekt noch bei der Verwendung von Ölfarben, da sich diese beim Trocknen noch ausdehnen.
Man verwendet die Ölfarben beim Malen oft direkt aus der Tube. Die Farbe wird mit einem groben Pinsel fest auf den Untergrund gepresst oder mit einem Malermesser oder Spachtel auf die Leinwand aufgetragen. Mit der scharfen Kante verleiht man der Farbe Kontur oder kann diese auch abkratzen. Dazu wählt man als Malgrund eine grobe Leinwand wie Sackleinen oder sogar Segeltuch.
Für die beschriebene Spachteltechnik eignet sich Acrylfarbe besonders gut. Sie lässt sich grob auftragen und trocknet schnell. Hier sollte man nur darauf achten, dass die Schichten nicht allzu dick werden, da Acrylfarbe dann reißt. Auch bei der Verwendung von Ölfarben muss die eine Schicht erst trocknen, bevor die nächste aufgetragen kann. Im Vergleich zur Acrylfarbe würde das bei Ölfarben unter Umständen Wochen dauern.
Dieses “Übereinanderlegen” der Farbschichten bezeichnet man auch als Lasieren. Dabei wird die Lichtreflektion auch darüber beeinflusst, dass die oberste Lasur beispielsweise lichtdurchlässig ist, die darunter liegende jedoch nicht. Das Licht bricht sich mehrfach in dem Gemälde und erzeugt im Auge des Betrachters den Eindruck von Tiefe, Funkeln und Farbbrillanz.