Monatsarchiv für Januar 2010
Mit Hilfe der Collagetechnik können sowohl Bilder, als auch ganze Kunstwerke erschaffen werden. Diese Technik gehört zur Gruppe der „Bildenden Kunst” und zeichnet sich durch das Aufkleben verschiedenster Elemente aus, die dann ein neues Ganzes schaffen. Klassisch wäre das Aufkleben von Zeitungsschnipseln, was auch Kinder schon sehr gerne mögen. Aber auch Teile von Fotos oder buntem Papier eignen sich dazu. Die sogenannte Diacollage besteht vorwiegen aus Fotografien.
Definitionsmöglichkeit
Eine Definition über diese Technik verfasste 1962 Max Ernst. Er formulierte die Technik in etwa so: Zwei oder mehrere wesensfremde Realitäten treffen künstlich oder zufällig aufeinander und werden systematisch ausgebeutet. Auf ungeeigneter Ebene springt ein Funke der Poesie bei der Annäherung dieser Kunst über.
Andere Kunstrichtungen
Auch andere Kunstrichtungen wurden durch die Collagetechnik beeinflusst. Dazu gehören der Kubismus, der Dadaismus, Pop Art, der Surrealismus, der Situationsmus und der Fluxus. (Postmoderne) Das Urheberrecht dieser Technik ist nach wie vor umstritten. Das liegt an der „unfreien” und „freien” Bearbeitung. Bei der unfreien Bearbeitung muss erst die Genehmigung des Urhebers eingeholt werden, bei der freien Bearbeitung, die keinerlei Ähnlichkeit zum Original hat, ist das nicht mehr nötig, denn ein völlig neues Werk ist entstanden.
Collagen erstellen
Wer dazu keine Software nutzen, sondern lieber selber basteln möchte, braucht nicht mehr als einen Stapel Zeitschriften, einen Klebestift und eine Unterlage. Jetzt können jede Menge Fotos ausgeschnitten oder auch buntes Papier integriert werden, themenbezogen oder frei gestaltet. Auf jeden Fall kann man damit ein wunderschönes, sehr individuelles Geschenk zaubern. Hier werden der Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt.
Der jüdische Maler polnischer Abstammung wurde 1902 in Warschau geboren und verstarb im August 1985 in Paris.
Schon in zartem Alter von 16 Jahren stellte er Holzschnitte in Galerien und Museen her und mit 19 Jahren arbeitete er in der Filmindustrie und als Maler, Designer und Dekorateur.
1943 wurde Olére von der französischen Polizei verhaftet und später nach Auschwitz II deportiert. Er wurde dort dem Sonderkommando zugeteilt und seine unmenschliche Aufgabe bestand darin, die Leichen aus den Gaskammern zu holen. Wegen seiner künstlerischen Begabung besaß der Maler einen kleinen Sonderstatus und musste gegen einen Kanten Brot die Briefe der SS an die Angehörigen verzieren. Auch sogenannte Mitbringsel für die Angehörigen, unter anderem mit Menschenhaut bespannte Lampenschirme musste der Maler für die SS bemalen.
1945 verließ Olére Auschwitz mit dem sogenannten Todesmarsch und wurde später von den Amerikanern befreit.
Seine lange Lebens- und Leidensgeschichte, vor allem die Zeit in Auschwitz, verarbeitete der Maler in ausdrucksstarken Bildern, die er dem Holocaust gewidmet hat. Seine Zeichnungen und Bilder wurden somit zu wichtigen Zeitzeugen, wie sie auf keinem Foto existieren.
In dem Buch „Vergessen oder vergeben” von Oler, Alexandre / Olére, David sind diese Bilder, die in der Zeit nach 1943 bis in die 70er Jahre entstanden, aus der Todeszone zu sehen.