Monatsarchiv für Juli 2009

Abstrakter Illusionismus

Autor: Andrea
27.07.2009

Zu der modernen Malerei gehört auch der im Jahre 1960 in Nordamerika verbreitete abstrakte Illusionismus. Gemeint ist damit die philosophische Lehre, dass die Außenwelt nur eine Illusion sei. Dazu gehören Darstellungen von Schlagschatten, was so viel bedeutet, das ein  Schatten durch intensive Beleuchtung  eines Objektes auffällig scharf abgegrenzt erscheint.

Durch diese Technik scheint es manchmal so, als würde das Objekt vor einem Bildträger schweben. Jack Lembeck gehört zu den Vertretern dieser besonderen Maltechnik. Abstrakter Illusionismus wurde auch von dem US- amerikanischen Maler, Objektkünstler und Grafiker Ronald Davis gepflegt. Seine Werke werden unter anderem auch im Zusammenhang mit der Geometrischen Abstraktion, der Lyrischen Abstraktion, der Hard Edge- Malerei (harte Kante), sowie der 3D- Computergrafik genannt. Unter Illusionismus versteht man, dass alles eine Täuschung und ein Schein sei, einen wahrhaften Wert habe das Dasein, das Leben nicht (Praktischer Illusionismus).

Die „Raum- zeitliche” Welt sei nur ein Schleier der Maya, also eine Art Gehirnphänomen. Die menschliche Erkenntnis steckt voller Illusionen, so meinte es Nietzsche. So ist der Illusionismus eine Art Weltanschauung, wohlmöglich um die Persönlichkeit zu retten. Die abstrakte Malerei ist eine Komposition mit Kontrasten, geometrischer Formen Farben, Linien und erhebt nicht den Anspruch, Gegenstände zu erkennen oder abzubilden. Bis zum Beginn des 20. Jahrhundert was das Darstellen realer Dinge der Bezugspunk der künstlerischen Fertigkeit.

Action Painting

Autor: Andrea
27.07.2009

Eine besondere Kunstrichtung aus der modernen Malerei  bezeichnet man als Action Painting oder auch „Aktionsmalerei”.  Jackson Pollock sorgte 1950 in Amerika dafür, dass diese Form innerhalb des abstrakten Expressionismus bekannt wurde. Die Schüttelbildtechnik wurde durch Hermann Nitsch bekannt und gehört ebenso zum Aktion Painting. Schnell wird deutlich, dass eine exakte Abgrenzung kaum möglich ist.

Dynamische und unmittelbare Maltechniken, die ohne Beeinflussung des Künstlers ihre Kraft erhalten, gehören zum Action Painting. Somit kann es keinen konkreten Bildaufbau  geben, die verwendeten Materialien sind einfach. Ob man die Farben nun direkt aus dem Topf schüttet, Pinsel als Hilfsmittel verwendet oder es einfach nur tropfen lässt, spielt hierbei keine Rolle. Sowohl der Surrealismus, als auch die Dada- Bewegung (Ablehnung konventioneller Kunst) gelten als Vorläufer dieser Kunstrichtung.

Zu den Hauptvertretern dieser Maltechnik zählen neben Jackson Pollock auch noch Sam Francis,  Willem de Kooning, Franz Kline, Philip Guston, Alfons Schilling und Helen Frankenthaler. In dem Kunstlexikon von P.W. Hartmann lässt sich so manches über das Aktion Painting nachlesen. Die Maltechnik beansprucht nicht den Sinn eines „klassischen” Bildes, sondern viel mehr wird die Leinwand als Arena betrachtet, in der eine Aktion stattfinden soll. Dabei wird der Verstand, das Bewusstsein weitestgehend  ausgeschaltet, der Dadaismus findet seine einzigartige Ausdruckskraft.

Abstrakte Malerei

Autor: Andrea
17.07.2009

Abstrakte Malerei ist eine Kunstrichtung, bei der es nicht darum geht, Gegenstände abzubilden. Die abstrakte Kunst entwickelte sich gleichzeitig mit der Entwicklung der Fotografie und Sinn war es, sich immer weiter von der Realität zu entfernen. Abstrakte Werke sind Farb-Kompositionen, bei denen Linien und geometrische Formen vorherrschen. Der wohl bekannteste Künstler, der sich dieser Kunstrichtung widmete war Wassily Kandinsky.

Der Begriff ist in der Kunstwissenschaft umstritten, denn selbst realistische Malerei ist ein Abstrahieren der Natur, wenn beispielsweise Gegenstände hervorgehoben werden. Dennoch geht man bei dem Begriff von verschiedenen Graden der Abstraktion aus und benennt eben nur Bilder als abstrakte Kunst, die eventuell nur noch in Ansätzen Gegenständliches zeigen oder diese kaum mehr als solche zu erkennen lassen. Es geht dabei ja auch nicht um das Abbilden von Gegenständen, sondern Form- und Farbklänge zu komponieren.

Die abstrakte Malerei fand ihre Anfänge um 1910. Das radikalste abstrakte Werk stammt wohl von Kasimir Malewitsch, der mit seinem Schwarzen Quadrat wohl die Kunstszene spaltete. Die abstrakte Malerei hatte ihre Kritiker, unter denen sogar bedeutende Künstler zu finden waren. Jedoch sieht man heute diese Kunstrichtung als notwenige Entwicklung zur Modernen. Ab 1913 wurde die abstrakte Malerei eine regelrechte Modeerscheinung bei den Künstlern und genauso schnell zerfiel sie in verschiedene Stile wie expressive Abstraktion und geometrische Abstraktion.

Acrylmalerei

Autor: Andrea
03.07.2009

Die Acrylmalerei ist eine noch recht junge Maltechnik, die ab den frühen 60er Jahren an Popularität gewonnen hat. Im Gegensatz zu Ölfarben benötigen Acrylfarben nur ein Bruchteil der Trocknungszeit. Farben lassen sich untereinander mischen und nach der Trocknung auch übereinander malen. In der Acrylmalerei ist die Lasurtechnik sehr gebräuchlich. Dabei werden die Farben mit Wasser verdünnt. Anders als Ölfarben sind Acrylfarben wasserlöslich und mit Wasser verdünnbar. Zum Pinselauswaschen benötigt es nur etwas lauwarmes Wasser und etwas Spülmittel. Das macht einen großen Vorteil der Acrylfarben aus.

Die ersten Acryl-Künstlerfarben entstanden 1934. Unter dem Namen Plextol meldete die Firma Röhm und Haas schon 1930 ein Patent auf ihre wässrige gebrauchsfertige Acrylharzdispersion an. 1946 brachte eine weitere Firma, Bocour Artists Colors eine Produktreihe auf dem Markt. Es brauchte Jahre um die richtige Mischung, sowie die Lösungsmittel so zu optimieren, dass die Farben sich nach der Trocknungszeit nicht mehr verändert.

Auch heute können in der Acrylmalerei verschiedene Malmittel eingesetzt werden, die beispielsweise die Trocknungszeit verlängert. Das gibt dem Künstler mehr Möglichkeiten, verschiedene Techniken anzuwenden. Sehr beliebt ist in der Acrylmalerei das Malen mit Malmessern. Dabei wird die Farbe nicht wie herkömmlich mit einem Pinsel auf einem Malgrund wie Leinwand, Holz, Metal oder anderes, aufgetragen, sondern mit einem Malmesser „gespachtelt”. Dadurch entstehen schöne Effekte.