Monatsarchiv für Juni 2009

Fotorealismus

Autor: Andrea
26.06.2009

Der Fotorealismus wurde in den 60er/70er in den USA entwickelt und war zur vorhergegangenen Pop-Art sehr gegensätzlich. Beim Fotorealismus wird das Ziel einer extrem realistischen Malerei angestrebt, was zunächst Irritationen auslöste, da man die künstlerische Intention verkannte. Bei der fotorealistischen Umsetzung eines Motivs geht es ja eher um die exakte Umsetzung einer Fotografie in Malerei, also Reproduktionen, die auch als Wirklichkeitsabklatsch bezeichnet wurde.

Wichtige Vertreter des Fotorealismus sind beispielsweise Robert Bechtle, Richard McLean, Stephen Posen, John Salt, Gottfried Helnwein, Jan Peter Tripp, Matthias Holländer und Jean-Olivier Hucleux.

Robert Bechtle beispielsweise zeichnete seine Umgebung, Familie und Straßen-Szene fast ohne jeglichen Nachweis von Pinselstrichen. Seine Bilder wirken wie Fotos und sind verblüffend realistisch, so dass man beim Betrachten oft zweifelt, ob es sich nun um ein Gemälde oder Foto handelt. Ebenso die Werke von Richard McLean, oft Pferdemotive, die realistischer nicht sein können.

Die fotorealistischen Bilder wurden meist überdimensional auf Leinwand gebracht und haben deswegen eine ungeheure Wirkung auf den Betrachter. Gegenstände, Menschen, Orte, die das Leben bestimmen, wurden bis ins Detail wiedergegeben. Dabei wurden nicht auf künstlerische Deutungen zurückgegriffen, sondern sich an die naturgetreue Vorlage gehalten.

Anlässlich einer Ausstellung in Berlin 2009 erschien ein reich bebilderter Katalog der führenden Expertin des Fotorealismus, Linda Chase.

19.06.2009

Heute kommt einmal ein Tipp, was man mit einem gelungenen Foto machen kann. Natürlich kann man auch ein schönes Foto einfach in einem schönen Bilderrahmen einrahmen, es gibt jedoch auch noch kreativere Möglichkeiten, aus einem Foto etwas Besonderes zu machen.

Mit einem Bildbearbeitungsprogramm lässt sich ein Foto verfremden, beispielsweise als Ölgemälde, Pastellzeichnung, Acrylgemälde oder als Strichzeichnung. Was für welches Fotomotiv geeignet ist, muss man einmal ausprobieren. Dabei sollte man nicht vergessen, jeden Versuch einzeln unter anderer Dateibezeichnung abzuspeichern, um das Originalfoto zu erhalten.

Landschaftsbilder und Stillleben wirken sehr schön, wenn sie als Ölgemälde umgewandelt werden. Porträtaufnahmen können mit der Pastellzeichnungs-Funktion einen besonderen Touch erhalten. Schwarz-weiß Aufnahmen dagegen mögen auch als Strichzeichnung besonders gut wirken. Der Phantasie sind da eigentlich keine Grenzen gesetzt, wenn am Ende ein harmonisches Motiv dabei herauskommt. Solche veränderten Bilder kann man über Postershops auf Leinwand drucken lassen.

Geschenk-Tipp: Porträtaufnahmen oder Tierfotografien als Ölgemälde umwandeln und als Poster oder auf Leinwand drucken lassen. Besonders schön wirken auch Aufnahmen von Babys und Kleinkindern, wenn sie mit einem Weichzeichner bearbeitet werden. Solche Geschenke sind persönlich, individuell und machen garantiert Freude.

Camille Pissarro

Autor: Andrea
12.06.2009

Der bedeutende Impressionist Camille Pissarro wurde 1830 in Dänisch-Westindien geboren. Sein voller Geburtsname lautet Jacob Abraham Camille Pissarro.

Seine Werke, oft Landschaften, Stadtimpressionen und Menschen bei der Arbeit (Heuernte bei Eragny) erinnern auf den ersten Blick an Werke anderer Impressionisten seine Zeit. Das kommt wohl auch daher, weil er sich unter anderem von Èduart Manet, William Turner, Claude Monet und Paul Gauguin anregen ließ.

Pissarro zählt zu den produktivsten Malern des Impressionismus. Im Verlauf seines Lebens wandte er sich auch kurzzeitig dem Pointillismus zu und zu Beginn seines Schaffens war er noch vom Neoimpressionismus beeinflusst und malte seine Werke in kurzen, hektischen Pinselstrichen.

Wichtige Werke Pissarro´s sind unter anderem sein Selbstporträt von 1873, Zwei schwatzende Frauen am Meer (1856), Place du Havre (1893), Avenue de l´Opera (1898), Porträt Paul Cécanne (1874), Dampfschiffe in Rouen (1896), Madame Pissarro nähend am Fenster (1873-1874)

Camille Pissarro stellte seine Werke in allen acht Ausstellungen der Impressionisten von 1874-1886 aus, was ihm auch den Ruf des produktivsten Impressionisten einbrachte.

Gegen Ende der 1880er Jahre jedoch, musste der Künstler wegen seines Augenleides kürzer treten. Er verstarb 1903 In Paris.

Franz Marc

Autor: Andrea
08.06.2009

Franz Marc ist wohl einer der bedeutesten Expressionisten des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1880 in München geboren und starb 1916 in Frankreich (Verdun). Schon sein Vater arbeitete als Kunstmaler.

Franz Marc war der Begründer der Künstlervereinigung „Der blaue Reiter”, der auch August Macke, Gabriele Münter, Wassiliy Kandinsky und andere bekannte Maler angehörte. Sie waren die Webbereiter der modernen Kunst, die sich 1911 lose zusammenschlossen und die Befreiung der erstarrten Traditionen der akademischen Malerei als Ziel hatten.

Seine Motive waren oft Tiere. Kühe, Pferde, Tiger, Katzen, Rinder und Rehe malte er auf seine unverwechselbare Weise. Beim Malen verwendete er bestimmte Farben, denen er weibliche oder männliche Eigenschaften zuschrieb. So steht Blau für das männliche Prinzip und gelb für das weibliche. Dm männlichen schrieb Marc Eigenschaften wie herb und geistig zu. Dem weiblichen Sanftheit, Heiterkeit und Sinnlichkeit.

Die Linien der Motive sind organisch rundlich. Er entwickelte seine Technik weiter, bis seine Werke keine Geraden mehr aufwiesen. Auch die Tiefe verschwand aus seinen Bildern und stattdessen weisen sie eine flächige Einheit auf, die vor allem dekorativen Charakter haben.

Die wohl wichtigsten Werke Marc sind das Gemälde „Blaues Pferd I” und „Blaues Pferd II”.

Nach seinem Tode wurde sein schriftlicher Nachlass 1973 vom Deutschen Kunstarchiv erworben. Darunter sind auch einige Zeichnungen und Aquarelle des Malers.

Werke von Franz Marc werden heute gern als Drucke für die moderne Wohnraumgestaltung verwendet.