Monatsarchiv für Januar 2009

Lyonel Feininger wurde am 17.Juli 1871 in New York geboren. 1887 folgte er seinen Eltern, seinem aus Deutschland stammenden Vater, ein Konzertgeiger und seiner Mutter, Sängerin und Pianistin, nach Europa um dort in der  Hamburger Gewerbeschule die Zeichen- und Malklasse zu besuchen. Von 1888-1892 studierte er in Berlin an der königlichen Kunst-Akademie. Später besuchte er in Paris eine private Kunstschule.

Ab 1893 arbeitete Feininger als Illustrator. Durch Bekanntschaften mit dem „Cafe du Dome-Kreis” und „Brücke-Malern” wie Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel, erweiterte sich sein Schaffen. 1911 kam Feininger erstmals mit dem Kubismus in Kontakt. Dieser prägte später seine Werke, vorwiegend Kirchen- und Gebäude-Motive. 1924 gründete Feininger zusammen mit Paul Klee, Alexej von Jawlenski und Wassily Kandinski die Künstler-Gruppe „Die Blauen Vier”.

1933 siedelte er nach Berlin über und emigrierte 1937 zurück nach New York. Im gleichen Jahr wurden etwa 400 Werke von ihm von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und als entartete Kunst erklärt. Durch eine Retrospektive 1944 in Museum of Modern Art in New York gelang ihm sein künstlerischer Durchbruch. 1945 lehrte er einen Sommerkurs in North Carolina. Seine Schriften und sein Unterricht, sowie seine späten Aquarelle wurden richtungsweisend für den abstrakten Expressionismus. Lyonel Feininger starb im Alter von 84 Jahren 1956 in New York.

16.01.2009

Joseph Beuys wurde 1921 in Deutschland (Krefeld) geboren. Er entging knapp dem Tod, als er 1943 als Kampfflieger über der Krim abstürzte. Einheimische retteten und pflegten ihn. Sie salbten ihn mit Talg und hüllten in anschließend in Filz. Wer sich bisher gefragt hat, warum Beuys Fett und Wachs als zentrale Materialien verwendete, versteht nun, dass diese Erfahrungen seine Kunst später prägten.

Neben Fett und Wachs, verarbeitete er auch Filz und Kupfer in seinen Werken. Auch Beuys legendärer Hut hat eine Bedeutung, denn mit diesem verdeckte er die Silberplatte, die ihm nach der schweren Verletzung in die Schädeldecke eingepflanzt wurde. Die Kriegserlebnisse plagten ihn auch die Jahre danach und er litt an Depressionen, von denen er sich erst  1957 erholte. Beuys Kunst wurde in zahlreichen Galerien und auch auf der documenta ausgestellt.

Jedoch war er nicht nur künstlerisch, sondern auch politisch aktiv und gründete die „Deutsche Studentenpartei” als Reaktion auf die Erschießung des Studenten Benno Ohnsorg bei einer Protestkundgebung 1967. 1970 gründete er die „Organisation der Nichtwähler, Freie Volksabstimmung”.  Weitere internationale Ausstellungen folgten.

Bei Beuys Werken gehen die Meinungen auseinander. Von den einen geliebt, von den anderen abgelehnt, für wieder andere war er eine Art Messias. Dennoch zählt er zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.

Beuys verstarb 1986 in Düsseldorf infolge eines Herzversagens.

09.01.2009

Die österreichische Künstlerin Rosina Wachmeister wurde 1939 in Wien geboren. Im Alter von 14 Jahren siedelte sie nach Brasilien über und studierte dort an einer Kunstschule Bühnenbildnerei und Bildhauerei. Durch ihre vielen Ausstellungen wurde sie recht bald international bekannt.

1974 siedelte Rosina Wachmeister wieder nach Europa um und lebt heute bei Rom. Sehr bekannt sind ihre romantischen Katzenbilder. Bunte Katzen in romantische und naiv anmutende Landschaften. Diese Motive werden auch auf Gebrauchsgegenstände gedruckt und sind weltweit beliebt, da sie den Massengeschmack treffen. Die Porzellanfirma Goebel stellt nach Wachmeisters Katzenmotive Keramikfiguren her, die als Sammlerobjekte hoch begehrt sind.

Die ganz frühen Werke von Rosina Wachmeister sind jedoch recht unbekannt. Es handelt sich um geschnitzte Puppen, die sie in Brasilien anfertigte. Heute kann man in Shops viele Gegenstände mit dem Wachtmeister-Katzendesign erstehen. Diese reicht von Kalender, über Plüschtiere und Porzellanfiguren bis hin zu bedruckten Textilien und Glas und Porzellan. Rosina Wachmeister stellte auch Illustrationen für eine Bibel her und begegnete mit ihrem Werk Papst Johannes Paul II. Daneben illustrierte Sie noch einige andere Bücher, unter anderem ihr Buch „Katzen”.