Monatsarchiv für November 2008
Der US-Amerikaner Keith Haring wurde 1958 in Pennsylvania geboren und verstarb 1990 in New York. Der studierte Werbegrafiker zog es schon früh zur Kunst. Er selbst ließ sich für seine Werke, die teils homoerotisch sind, von Graffiti inspirieren. Seine Motive, bevorzugt Figuren in Primärfarben mit schwarzer Umrandung, findet man heute auf allen möglichen Gebrauchsgegenständen. Von der Kaffeetasse über Bettwäsche bin hin zu Schreibutensilien. Seine Kunst wirkt jungendlich, witzig, teils nachdenklich, comic-haft und modern. In Sydney, Rio de Janeiro, Manhattan und Melbourne bemalte er Wände (1984). Ab 1985 begann er auf Leinwand zu malen, nachdem er zuvor auf Papier, Kunststoff und Metall malte. 1986 bemalte er abermals Wände in Paris, Amsterdam, Berlin, Phoenix und am Checkpoint Charlie. Auch bemalte er den Körper von Grace Jones für ihr Video „I´m not perfect”.
Haring war ein enger Freund von Warhol, für den Haring ein Bild namens „Andy Mouse” malte.
Auf zahllosen Einzelausstellungen in der ganzen Welt und auf Biennalen wurden die Werke Keith Härings ausgestellt.
Keith Häring verstarb 1990 an den Folgen seiner Aidserkrankung. Die Diagnose erhielt er drei Jahre zuvor und beschäftigte sich seitdem auch mit dem Tod, welchen er in seinen letzten Bildern darstellte.
Magdalena del Carmen Frieda Kahlo y Calderón wurde 1907 in Coyoacán in Mexikostadt geboren und starb dort auch 1954.
Die mexikanische Malerin zählt zu den wichtigsten Künstlern des Surrealismus. Ihre Werke, auch geprägt von der „Neuen Sachlichkeit”, beziehen sich oft auf die frühen Werke der Azteken und Mayas. In ihren Werken befasste sich Kahlo mit den politischen und sozialen Problemen der mexikanischen Bürger. Von ihren insgesamt 143 Bildern sind 55 Selbstbildnisse. Kahlo arbeitete in ihren Bildern auch ihre chronische Krankheit und ihre Probleme in der Ehe auf.
Sie wurde 1907 geboren, jedoch änderte sie ihr Geburtsjahr selbst auf 1910, das Jahr der mexikanischen Revolution. Ihr Leben sollte in dem neuen Mexiko begonnen haben, das war ihr wichtig hervorzuheben.
Nach einigen Schicksalsschlägen - als sechsjährige erkrankte sie an Kinderlähmung und behielt ein verkürztes Bein zurück,1925 verunglückte sie bei einer Busfahrt und ihr bohrte sich eine Stahlstange durch ihr Becken, zudem scheiterte ihre Ehe mit dem mexikanischen Maler Diego Rivera - machte sich Kahlo als Künstlerin selbstständig.
Zwischen 1941-1949 erhielt sie für ihre Werke erstmals den Erfolg und Anerkennung, der ihr gebührte. Auch lebte sie ab 1941 wieder mit ihrem geschiedenen Mann zusammen. Doch Kahlos Gesundheitszustand verschlimmerte sich zusehends. Der Tod ihres Vaters stürzte sie in eine schwere Depression. Immer wieder musste sie sich in den folgenden Jahren am Rücken und Bein operieren lassen. Ab 1951 war sie dann auf einen Rollstuhl angewiesen. Wenn es ihre Gesundheit zuließ, malte sie. In dieser Zeit waren es häufig Stillleben. 13 Bilder dieser Art sind in ihren letzten zwei Lebensjahren entstanden.
Ein eindeutiges Merkmal wird man bei dieser Kunststilrichtung nicht finden. Dieser Stil entstand im Aufbruch der klassischen Moderne und entwickelte sich auch teils aus dem Symbolismus. Jugendstil oder Art Dekó verbindet Eleganz mit Formen, vorwiegend florale Formgebungen. In Verbindung mit hochwertigen Materialien steht der Jugendstil für Stärke und Sinnlichkeit.
Art Dekó ist die Abkürzung für Arts Décoratifs et Industriels Modernes, der Name einer Ausstellung in Paris 1925. Diese Ausstellung wurde von einigen französischen Künstlern initiiert, die 1001 die „Société des Artistes Décorateuers gründeten und diese Ausstellung ursprünglich schon für 1915 planten. Jedoch verzögerte sich diese wegen des 1. Weltkrieges um 10 Jahre.
Den Ursprung des Jugendstils oder Art Dekó lässt sich in der Gründung der Wiener Werkstätte finden, die 1903 stattfand. Gründungsmitglieder waren Josef Hoffmann, Fritz Wärndorfer und Kolomann Moser.
Jedoch wurde Paris Zentrum des Art Dekó oder dort auch Art Nouveau genannt. Innovative Modeentwürfe von den großen Modeschöpfern Jacques Doucet und Paul Poiret waren ebenfalls stilprägend. Sowie die bekannten großflächigen organischen und floralen Muster, die oft als Verzierungen an Gebrauchsgegenstände, Lampen, Möbel, Schmuck und auf Bildern zu finden sind. Die Bilder des Jugendstils wirken eher plakativ als realistisch, da bei ihnen Schatten fehlen.
Der mondäne Stil nahm durch den 2. Weltkrieg ein jähes Ende. Er entsprach danach nicht mehr der Stimmung der Bevölkerung.
In Übrigen wird der Art Dekó in England Modern Style und Style Liberty genannt.