Monatsarchiv für Oktober 2008

Was sind Aquarelle?

Autor: Andrea
30.10.2008

Wie der Name schon besagt, ist ein Aquarell ein Bild, welches mit Wasser gemalt wird.

Aqua stammt aus dem lateinischen und bedeutet Wasser. Die Technik des Aquarell Malens ist eine der ältesten Maltechniken überhaupt. Schon die alten Höhlenmalereien wurden mit fein gemahlenen Farbstoffen aus unterschiedlichen Materialien und Wasser hergestellt.

Aus China kennt man schon ebenfalls aus sehr frühen Jahren, dass hier die Tusche mit Wasser vermischt wurde. Die heutige Technik der Aquarellmalerei kennt man erst aus dem Mittelalter. Ein Aquarellbild wird aus fein gemahlenen Pigmenten, welche mit einem Bindemittel gebunden werden, in der Regel Gummi Arabicum, und Wasser vermischt auf das Blatt aufgetragen. Dabei kann man die Farben auf der Palette mischen, aber auch auf dem Papier. Viele Anfänger sind der Meinung, dass ein Aquarell zu malen besonders einfach wäre, dies stimmt aber so nicht. Da man später keine Korrekturen vornehmen kann, muss das gewünschte Bild zuvor genau geplant werden. Zudem ist der Verlauf der Farben durch das Wasser nicht immer ganz einfach zu kontrollieren. Zu Anfang hielten große Künstler, wie beispielsweise Rembrandt, die Aquarellmalerei nicht für ein eigenständiges Bild, sondern sahen es als Vorstufe, quasi als Zeichnung, für die spätere Fertigung an.

Erst später, im 18. Jahrhundert, entwickelten sich die Aquarelle zu einer eigenständigen und anerkannten Kunstform. Berühmte Aquarellmaler waren unter anderem Albrecht Dürer, Emil Nolde oder August Macke.

Auguste Renoir

Autor: Andrea
25.10.2008

Pierre- Auguste Renoir wurde am 25.02.1841 in Limoges geboren und verstarb im Alter von 78 Jahren am 03.12.1919 in Cannes. Er hinterließ eine Fülle von Landschaftsbildern, seine Stilrichtung wird dem Impressionismus zugeordnet.

Renoir wurde als Kind einer Arbeiterklasse geboren, im Alter von 3 Jahren zieht seine Familie nach Paris. Renoir wusste recht früh um seine künstlerische Ader, denn schon mit 15 begann er eine Lehre als Porzellanmaler. Er macht sich gut und kann schon früh anspruchsvolle Arbeiten in der Manufaktur übernehmen. Bald ist er in der Lage sich selbst zu versorgen und sogar seine Familie zu unterstützen. In den Jahren 1861- 1864 studiert er Malerei. Kurz darauf schließt er Freundschaft mit drei weiteren bedeutenden Künstlern, Claude Monet, Alfred Sisley und Frédéric Bazille.

Zwar werden seine Bilder schnell gelobt und seine Kunst geschätzt, reich wird er dennoch nicht. Im Jahr 1869 beschreibt er seinen Zustand selbst, als bittere Armut. Nach dem deutsch- französischen Krieg nimmt er seine Freundschaft zu Manet wieder auf. Renoir liebt die Landschaftsmalerei und seine Eindrücke aus dem Freien übertragen sich auch auf seine Atelierkunst. 1870 wendet sich seine finanzielle Lage endlich wieder dem Besseren zu, er bekommt zahlreiche Potraitaufträge, so dass er sie zwar bald leid ist, dennoch bringen sie ihm das dringend benötigte Geld. 1892 zeigen sich die ersten Anzeichen von Rheumatoider Arthritis. Bald sitzt er im Rollstuhl und kann auch seine Pinsel nur noch mit großer Mühe halten. 1919 verstirbt er schließlich in Cannes und hinterlässt eine Fülle an großartigen Bildern, vorwiegend Landschaftsbilder und Portraits.

Tom Wesselmann

Autor: Andrea
17.10.2008

Im Bundesstaat Ohio wird Tom Wesselmann am 23.02.1931 geboren. 1951 beginnt Wesselmann ein Studium der Psychologie, muss dieses aber schon ein Jahr später unterbrechen, weil der für den Korea Krieg eingezogen wird. Hier beginnt er die ersten Cartoons zu zeichnen, dies ist für ihn ein Ausdruck seiner Unzufriedenheit mit seiner Situation. 1954 kommt er endlich dazu sein Studium fortzusetzen, belegt daneben aber auch Kurse an der Kunstakademie. Nach Beendigung des Studiums zieht er nach New York und veröffentlicht einige Cartoon Serien in Zeitungen.

1961 bekommt er seine erste Einzelausstellung, in den letzten Jahren hat er neben den Cartoons auch begonnen Aktdarstellungen zu zeichnen. 1962 beginnt der Durchbruch seiner internationalen Karriere. Wesselmann nimmt an der Gruppenausstellung “New Realists” in der Sidney Janis Gallery in New York teil. 1963 heiratet Wesselmann seine Freundin, die gleichzeitig auch sein wichtigstes Modell ist. Die Zeit der kleinen Cartoons ist gewissermaßen vorbei, Tom  Wesselmann setzt auf Größe und fertigt vorwiegend großformatige Bilder und Arbeiten an. Sein Ruhm setzt sich weltweit fort und Wesselmann erhält unzählige Einzelausstellungen. 1964 beginnt er weitere Serien, wie beispielsweise “Bedroom Paintings”, “Seascapes” und “Smokers”. Diese setzt er bis in die Anfänge der 80iger Jahre fort.

1983 beginnt er mit einem neuen Material, dem Metall. Seine ersten Arbeiten „Metal Works” sind Zeichnungen und Skizzen. Bis heute gilt sein Interesse vorwiegend den Metal Works.

Am 17.12.2004 stirbt Tom Wesselmann in New York. Seine künstlerische Arbeit machte ihn zu einem der bedeutendsten Gründer der amerikanischen Pop Art.