Monatsarchiv für September 2008
Der Impressionismus verbreitete sich Ende des 19. Jahrhunderts aus Frankreich. Als Impressionismus bezeichnet man eine Stilrichtung der Malerei, dabei wurde nicht nur der Stil übernommen, sondern auch Teile der regionalen Bedingungen und Traditionen. Der Impressionismus wird auch als Wegweiser für die Moderne und Abstrakte Kunst angesehen.
Die Stilrichtung des Impressionismus bezog aber nicht nur auf die Malerei, sondern auch auf Musik und Literatur. Die bekanntesten Maler des Impressionismus sind Claude Monet, Edgar Degas und Pierre-Auguste Renoir. Darüber hinaus gab es natürlich noch eine Vielzahl anderer impressionistischer Maler. Monets Seerosen in Blautönen gehalten, findet man noch heute als Druck in zahlreichen Häusern. Bezeichnend für den Impressionismus, dass er sich keinerlei kunstakademischen Regeln verpflichtet fühlte. Im Impressionismus wurde die Farbe das Hauptgestaltungsmittel, weniger die Zeichenkunst. Deutlich hebt sich in den Bildern hervor, dass Licht eine wesentliche Rolle spielte und dazu diente, dem Bild seinen Charakter zu verleihen. Es wurden weniger Details gemalt, die Motive wirken schemenhaft, eher wie eine Skizze. Ein typischer Ausdruck dieser Bilder sind weiche und fließende Übergänge, einige Gemälde wirken träumerisch, in die Ferne blickend. Harte Konturen oder Farben wurden nicht genutzt, die Übergänge sind fließend und sehr weich. Die Stilrichtung der Malerei beeinflusste auch das künstlerische Leben, vor allem in Paris. Gemalt wurde viel in der freien Natur, es ging in den Motiven mehr um das was auch existent ist, statt den Phantasien der Künstler. Daraus entstanden wunderschöne Landschaftsbilder und Momentaufnahmen aus dem Leben.
François Auguste René Rodin wurde 1840 in Paris geboren und verstarb 1917 in Meudon. Der Bildhauer und Zeichner begründete mit seinen Werken das Zeitalter der modernen Skulpturen. Sehr bekannte Skulpturen sind „Der Denker” und „Der Kuss”, aber auch viele andere die es heute auch im Kunsthandel als limitierte nachgebildete Werke zu kaufen gibt. Rodin erschuf viele erotische Plastiken und eine Handvoll erotischer Zeichnungen.
Als Sohn einer konservativen Beamtenfamilie wurde er 1853 Schüler der École Spéciale de Dessin et de Mathématiques. Doch schon ein Jahr später wechselte er zur École des Arts Décoratifs, wo er bis 1862 blieb. In diesem Jahr verstarb Rodins Schwester und er geriet in eine Lebenskrise, die ihn veranlasste dem Orden Orden Pères du Saint-Sacrement beizutreten. Für sein künstlerisches Schaffen wurde er jedoch freigestellt. Durch öffentliche Aufträge erlang ihm erstmals 1870 Anerkennung für sein Schaffen zu erhalten. 1875/1876 unternahm Rodin eine Reise nach Italien, um auf den Spuren Michelangelos zu wandeln. Er kehrte 1877 zurück und studierte gotische Kathedralen in Frankreich. 1894 ließ er sich in Meudon nieder und freundete sich mit zahlreichen jungen Künstlern und Schriftstellern an. Im Pavillon Rodin, einer Weltausstellung in Paris, wurden 1900 171 seiner Werke ausgestellt.
Heute kann man seine Werke im Rodinmuseum in Paris besichtigen.
Der 1872 in den Niederlanden geborene Maler Mondrian hieß richtigerweise Pieter Cornelius Mondriaan. Er war ein Maler der klassischen Moderne und gehörte zu den Begründern der abstrakten Kunstrichtung. Sein Werdegang begann unter dem Einfluss von van Gogh und Fauves. Später kam er mit dem Kubismus in Kontakt, jedoch orientierte es sich hauptsächlich an den Werken von Pablo Picasso und Georges Braque. Sehr bekannt wurde Mondrian letztendlich durch seine sehr abstrakten Werke, meist rechteckige Farbflecken in den Primärfarben blau, gelb und rot. Diese Flächen wurden mit schwarzen Linien begrenzt. Er bezeichnete seinen Stil selbst als neoplastizistisch. Daneben kenn man von ihm Werke mit impressionistischem Einfluss. 1955, 1959 und 1964 wurden seine Werke auf der dokumenta in Kassel gezeigt.
Ein Zitat Mondrians verdeutlicht besonders gut seine Gedanken für sein künstlerisches Schaffen.
„Was will ich in meinem Werk ausdrücken? Schönheit auf der ganzen Linie und Harmonie durch das Gleichgewicht der Beziehungen zwischen Linien, Farben und Flächen zu erreichen. Aber nur auf die klarste und stärkste Weise.”
- Piet Mondrian
Mondrian verstarb 1944 in New York City (USA) an einer Lungenentzündung. Er gilt als der Hauptmeister der Konstruktivisten und zählt zu den wichtigsten Künstlern der klassischen Moderne.
Andy Warhol, geboren 1928 in Pittsburgh, gestorben im Alter von 59 Jahren in New York, stammte ursprünglich aus einer armen Bauernfamilie. Er war der zentrale Mitbegründer der Pop-Art Szene und machte sich einen Namen als Grafiker, Künstler, Filmemacher und Verleger. Warhol hinterließ ein umfangreiches Gesamtwerk und hat auch posthum seinen festen Platz in der Kunstszene.
Warhol hatte eine ganz besondere Leidenschaft, im Kindesalter entwickelte er ein reges Interesse für Comics und zeichnete und malte diese dann im Erwachsenenalter. Seine Donald Ducks, Mickey Mouse und Popeye Bilder sind bis heute weltbekannt. Schrill und bunt erinnern sie an Werbegrafiken. Aber nicht nur Comics beeinflussten seine Bilder, auch prominente Künstler wie Marilyn Monroe und Elvis prägten ihn und wurden verewigt.
Aber Warhol schaffte sich seinen Platz auch in der Filmbranche, mit Leidenschaft drehte er Massenproduktionen. Die Affäre mit Edie Sedgwick war von Drogen beeinflusst, sie entfernte schließlich von ihm. In der Zeit mit Andy Warhol zusammen galt sie als seine Muse. Ein Attentat Ende der 60iger Jahre änderte sein gesamtes Schaffen. Nach monatelangen Krankenhausaufenthalten konzentrierte sich Warhol wieder verstärkt auf seine Bilder und den Siebdruck. Die Filmwelt ließ er hinter sich. Später wandelte sich seine Kunst mehr in den Kommerz. Er malte gegen Lohn und so ziemlich alles was ihm vor die Leinwand kam. Im Jahr 1987 verstarb Warhol unter bis heute ungeklärten Umständen während einer Operation.
Warhol war eine stille Person, introvertiert, scheu und zurückhaltend. Es scheint, als hat er seine Gefühle und Gedanken zeitlebens in seinen Werken ausgedrückt. Sein Einfluss auf die Kunstszene ist unbestritten, er hat viel bewirkt und noch mehr hinterlassen.