Monatsarchiv für Juli 2008

25.07.2008

Picasso sagte einmal über Marc Chagall: „Wenn Chagall malt, weiß man nicht, ob er dabei schläft oder wach ist. Irgendwo in seinem Kopf muss er einen Engel haben.”

Chagalls Bilder - farbenfroh, etwas schräg, euphorisch, melancholisch und bildkräftigt, sind den meisten bekannt. Eine Bildsprache die jeder Mensch versteht, wie z.B. der Flugtraum, den Chagall zu seinem Lebensgefühl erhoben hat.

Chagall wurde 1887 im heutigen Weißrussland unter dem Namen Moishe Zakharovich geboren und zählt zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhundert. Chagall lernte schon als Kind das Zeichnen und wurde nach Abschluss der Gemeindeschule, Schüler in einem Maleratelier. Sein künstlerischer Werdegang durchzieht einige Kunstschulen und Kunstausbildungen. Sein eigenes Atelier bezog er 1910 in Paris. Dort erhielt er Unterstützung von dort lebenden russischen Künstlern wie Fernand Léger und Robert Delaunay, sowie anderen Künstlern mit denen er Freundschaft schloss. Fortan bewegte er sich zwischen Frankreich, Deutschland und Russland.

1941, nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion, emigrierte er in die USA, wo er auch einige seiner Künstlerfreunde in New York wiedertraf, wie Léger, Mondrian und Breton. 1948 kehre er nach Europa, bzw. nach Paris zurück. 1960 erhielt er unter anderem den Auftrag, die Fenster der Kathedrale von Metz zu gestalten. Während seines gesamten Künstlerdaseins, stellte er seine Werke in zahlreichen Ausstellungen in ganz Europa und in den USA aus.

Er verstarb 1985  im hohen Alter von 97 Jahren in Saint-Paul de Vence.

Über van Gogh hört man so manche Meinungen. Ein gebrochener Mann, der sich im Wahn sein rechtes Ohr abschnitt, zum Beispiel. Doch van Gogh machte mehr aus als seine Depressionen, die ihn letztendlich zu solchen Taten führten. Van Gogh wurde 1853 in den Niederlanden geboren. Sein Onkel, ein Kunsthändler brachte ihm den Einstieg in die Malerei. 1873 reiste er beruflich nach London und blieb, nahm eine Stelle als Hilfslehrer in einem Armenviertel an.

Van Gogh litt mit den Menschen und unter dem rauen Leben, der dort auf den Straßen herrschte. Er beschloss einige Jahre später in Belgien Wanderprediger zu werden und wollte fortan selbst in Armut leben. Er zerstörte sich fast dabei selbst, indem er auch seine wenige Nahrung dem Ärmsten schenkte. 1878 kehrte er in sein Elternhaus zurück und begann mit der Malerei. Seine wichtigsten Arbeiten sind in dieser Zeit entstanden. Völlig mittellos verließ er 1881 nach einem Streit sein Elternhaus und kam bei seinem Bruder Theo unter. Mit mäßigem Erfolg begann er Porträts von Bauern zu malen. 1885 ließ sich van Gogh in Paris nieder, suchte seine Inspiration bei der französischen Kunstszene und traf auf bedeutende Künstler wie Paul Gauguin.

1888 reiste er nach Arles in Südfrankreich. Dort wollte er zusammen mit Gauguin eine Künstlervereinigung gründen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an heftige Streitereien, wobei van Gogh mit einem Messer auf seinen Künstlerfreund losgegangen sein soll. Daraufhin schnitt er sich selbst das rechte Ohr ab. 1889 begab sich van Gogh freiwillig in eine Nervenheilanstalt bei St. Rémy, da er fürchtete über seine Halluzinationen den Verstand zu verlieren. Während seines Aufenthaltes, der etwa ein Jahr dauerte, entstanden etwa 160 Werke - Ölgemälde und Zeichnungen.

Van Gogh wurde nie von seinem Leiden geheilt, ließ sich immer wieder behandeln. 1890 schoss sich van Gogh mit einer Pistole in die Brust. Seine Verletzungen waren lebensgefährlich, jedoch schaffte er es in seinen Gasthof zurückzukehren und verstarb zwei Tage später an einer Blutvergiftung. Sein Grab findet man auf dem Friedhof von Auvers.