Monatsarchiv für Juni 2008

Kubismus

Autor: Andrea
20.06.2008

Als Kubismus wird eine Stilrichtung in der modernen Malerei bezeichnet, die zu Beginn des 20.Jahrhunderts weit verbreitet war. Sie schloss sich dem Spätimpressionismus an und hatte seinen Höhepunkt um 1914. Kubismus ist abgeleitet von dem Wort Cubus, was Würfel bedeutet. Würfel, Kegel, Kugel und Pyramiden finden sich in kubistischen Werken wieder. Gegenständliches geht ins Abstrakte über und Perspektiven werden neu angelegt. Man findet in den Werken facettierte prismatische Formen.

Der Kubismus wird in zwei Bereichen gegliedert, einmal in den analytischen Kubismus und in den synthetischen Kubismus. Erste kubistische Werke stammten von den Künstlern Georges Braque und Pablo Picasso. Weitere Vertreter waren unter anderem, Fernand Léger, Kasimir Malewitsch und Jeanne Rij-Rousseau.

Der Kubismus der in Frankreich begann, spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der modernen Kunst. Ein sehr bekanntes kubistisches Werk von Pablo Picasso ist Les Demoiselles d´Aviginion. Dieses bedeutsame Werk zeichnete den Weg der Entwicklung des Kubismus.

Kubismus lässt sich auch so verstehen, dass man versucht hat, auf eine Oberfläche sämtliche Ansichten eines Objektes zu vereinen. Man sieht also nicht nur das was man sehen könnte, sondern auch gleichzeitig die Seiten- und Rückansicht. Zudem werden Objekte in geometrische Formen gegliedert. Zum synthetischen Kubismus gehören auch Collagen. Echte Objekte wie Sand und Holz,  die auf die Leinwand geklebt wurden, sollte eine plastische Sichtweise ermöglichen.

Geboren wurde er mit dem Namen Friedrich Stowasser (1928-2000) in Wien. Mit 21 Jahren änderte er seinen Namen in Friedensreich Hundertwasser und gab sich später noch zwei weitere Zunamen „Regentag” und „Dunkelbunt”.  Seine Namensgebung zeigt seine Einstellung zum Leben. Er meinte: „Es sei alles da, um glücklich auf Erden zu sein - wir haben Schnee und jeden Tag einen neuen Morgen, wir haben Bäume und Regen, Hoffnung und Träume, wir sind reich.”

Sein Zitat spiegelt sich auch in seinen Werken und vor allem in seinen gestalteten Häusern wieder. Er verband Natur mit den menschlichen Bedürfnissen an Wohnstätten und äußerte seine Unmut über die herkömmliche Architektur, im dem er Architekten vorwarf, sie seien Verbrecher, weil sie den Wünschen der Menschen nicht entsprechen, sondern eher zur Anonymisierung derer beitragen. Die Wohnung, bezeichnet als die dritte Haut des Menschen, sollte zum Wohlfühlen beitragen. Dazu gehört auch die Verbindung zur Natur und das Recht selbst seine Umgebung gestalten zu dürfen. Er war der Ansicht, dass jeder Mieter das Recht hätte, seine Fassade, so weit er sie erreichen kann, selbst zu gestalten. Alle waagerechten Ebenen sollten der Natur vorbehalten bleiben und so finden man in Häusern von Hundertwasser Bäume auf allen Ebenen, dazu begrünte Dächer. Die Fassaden seiner Häuser sind unverkennbar. Geschwungene Linien und leuchtende Farben sind sein Markenzeichen.

06.06.2008

Der Maler und Lehrer Roy Lichtenstein (1923-1997) versuchte in seinen Bildern und Skulpturen Kunst und Konsum zu verbinden. Seine Werke erinnern an plakative Werbetafeln,  an Zeitschriftenreklame aus den 50er und 60er Jahren oder an Comics.

Neben Andy Warhol  zählt er zu den wichtigsten Pop-Art-Künstlern seiner Zeit. Oft werden seine Bilder mit klassischen Designermöbeln zu einem postmodernen Ambiente verbunden. Zu einem Eileen Grey-Tischchen mit Wassily-Chairs von Marcel Breuer kombiniert man gern die Werke von Roy Lichtenstein, Andy Warhol oder Tom Wesselmann. Sie passen sowohl in die junge und moderne, wie in die edle und puristische Einrichtung.

Für seine Bilder verwendete Lichtenstein klare kräftige Farben. Wie in Comics umrandete er seine Motive mit schwarzen Linien. Die Bilder wirken flächig ohne räumliche Tiefe. Sprechblasen erinnern hier an besonders stark an Comics. Statt die Flächen in seinen Bildern farbig ganz auszufüllen, setzte er gleichmäßige Punkte. Diese Technik wird im Englischen Benday Dots genannt. Der Erfinder dieser Maltechnik, Benjamin Day, entwickelte diese für die industrielle Illustration. Dadurch wirken die Bilder ausgesprochen künstlich, die bei Lichtensteins großformatigen Werken besonders gut zur Geltung kommt und ihr eine moderne Ausstrahlung verleihen. Sehr bekannt sind beispielsweise seine „Pinselstriche, Explosionen aber auch moderne Gemälde die einen Bezug zu den 30er Jahren zeigen.

Neben Bilder erschuf Lichtenstein auch Skulpturen. Eine bekannte Skulptur ist die Explosion No.1. Eine farbige großformatige Metallskulptur aus dem Jahr 1965.