Monatsarchiv für April 2008

30.04.2008

Noch bis zum 28. Juni 2008 können Kunstschaffende zwischen 18 und 45 Jahren an den diesjährigen Wettbewerb teilnehmen. Mittlerweile zum dritten Mal ruft der Gesellschafter Art-Award, der Teil des Projekt Mensch ist, Künstler zur Teilnahme auf. Das Thema ist „In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?”. Hierfür können Fotografien aber auch Kunstwerke, die zum Thema passen, eingereicht werden. Ziel der Ausschreibung ist es, einen Beitrag zur künstlerischen Auseinandersetzung um die Zukunft der Gesellschaft zu leisten.

Die teilnehmenden Künstler haben zudem in diesem Rahmen die Möglichkeit, ihre Ideen auf der Kölner Messe „ART.FAIR21″ vorzustellen und mit der Öffentlichkeit über diese zu diskutieren. Eine gute Möglichkeit das Thema Gesellschaft, welches sonst eher verdrängt oder mit Tabus belegt ist, künstlerisch darzustellen und zum Nachdenken, Innehalten oder zum Diskutieren anzuregen.

Neben einzelne Künstler, können auch ganze Gruppen an diese Ausschreibung teilnehmen. Vorher jedoch sollte eine Anmeldung erfolgen und die Einsendung einer Bilddatei des einzureichenden Werkes. Es wird eine Vorauswahl durch eine Jury stattfinden, um einen hohen Qualitätstandard zu sichern.

Als Preise winken ein eigener Kunstkatalog im Wert von 10 000 Euro, die Erstellung einer eigenen Webseite im Wert von 4000 Euro und ein Einkaufsgutschein für Künstlerbedarf im Wert von 1500 Euro.

Die Resonanz im letzten Jahr war riesig. Über 500 Künstler reichten Werke zum Thema, welches auch dieses Jahr aktuell ist, ein. Wer auch seinen Beitrag zum Thema leisten möchte, hat jetzt noch bis zum 28.Juni Gelegenheit dazu. Weitere Informationen finden sich auf der Webseite von „die Gesellschafter“.

Nach Meinung der Kunstexperten ist es Das Meisterwerk des Impressionismus, Marcs Bild „Turm der blauen Pferde“, welches seit 1945 verschollen ist. Man vermutet, dass es sich in einem Züricher Banksafe befindet. Das großformatige Werk entstand 1913 soll sich im Besitz der Erben befinden, so vermutet man.

Wegen seiner Bekanntheit hält man das Gemälde als unverkäuflich und sein Schätzwert geht in den zweistelligen Millionenbereich. Derzeit bemüht man sich um die Herausgabe des Bildes, was aber nicht bedeutet, dass es tatsächliche Hinweise über den Verbleib des Bildes gibt. Es könnte genauso gut in der Nachkriegszeit zerstört worden sein.

Franz Marc wurde 1880 in München geboren. Er starb 1916 bei Verdun in Frankreich. Er war Mitbegründer der Künstlervereinigung „Blauer Reiter“ und gilt als einer der wichtigsten Maler des deutschen Impressionismus. Größte Bekanntheit haben seine tierischen Motive wie die „Blauen Pferde“, „Der Tiger“ oder die „Gelbe Kuh“ erlangt. Er malte jedoch auch andere Motive ähnlich Monet, z.B. „Zwei Frauen am Berg“.

Franz Marc genoss eine naturalistische Ausbildung, wechselte aber zum Ausdruck und wendete verschiedene Techniken wie Aquarell, Ölfarben, Bleistift und Gouachen bei seinen Werken an. Er bevorzugte Tiere als Motive, weil er diese als Sinnbild für das Reine und Ursprüngliche hielt. Die verwendeten Farben haben ebenso eine besondere Bedeutung. Er setzte eigene Farbgesetze auf, bei denen blau für das Männliche, rot für das Gegenständliche und gelb für das Weibliche steht.

Die meisten beginnen zunächst mit einem Bleistift, woran nichts auszusetzen ist, jedoch kann man mit einem Bleistiftset, z.B. mit einem „Art-Set“, welches verschiedene Bleistiftstärken erhält schon viel mehr anfangen. Die Härtegrade sind entscheidend dafür, ob mit ihm dunkle oder hellere Schattierungen erreicht werden können. Bei einem „Art-Set“, welches sich sehr von einem „Graphic- oder Technikset unterscheidet, sind die Härtegrade von 2H bis 8B enthalten.

Wichtig ist es auch zu wissen, dass es große Qualitätsunterschiede gibt. Diese zeigen sich zumeist erstmals nach dem Anspitzen der Stifte. Billige Qualität erkennt man daran, dass ständig die Spitzen brechen. In Anbetracht wie lange die Bleistifte in der Regel halten, ist es angebracht, gleich von Anfang an qualitativ hochwertige Bleistifte anzuschaffen, so wird die Freude am Zeichnen auch nicht durch Materialfehler getrübt.

Schwungvollere und lebendigere Linien erhält man mit einem Bleistift, wenn man ihn mit einem Messer anstatt mit einem Anspitzer spitzt. Dies geht ähnlich wie das Schnitzen, wobei man immer von Körper weg in Richtung Bleistiftspitze hin schnitzt. „Von Körper weg“  ist dabei wichtig, falls man einmal abrutschen sollte.  Statt normaler Bleistifte gibt es aber auch die Möglichkeit, verschieden starke Mienen in Bleistiftmienenhalter zu verwenden. Diese sind besonders für Unterwegs geeignet, da das Spitzen bei diesen wegfällt.

Monets Garten

Autor: Andrea
10.04.2008

Die bekanntesten Bilder des impressionistischen Malers Claude Monet (1840-1926) entstanden in seinem eigenen Garten, den er extra für die Inspiration anlegte. Dieser Garten und sein Wohnhaus in dem normannischen Ort Giverny, nahe von Paris, sind heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Hierhin zog Monet 1883, wo er bis zu seinem Tode lebte.

Monet liebte die Natur, die Blumen und malte immer wieder seine Familie inmitten dieser Blütenpracht. Besondere Freude hatte er an seinem Wassergarten, in dem zahlreiche Werke wie z.B. die „Seerosen“ entstanden. Dazu inspiriert wurde Monet durch seine Ausstellungen in der ganzen Welt. Die Sammlung von japanischen Holzschnitten, die im Wohnhaus zu sehen sind, zeugen von Monets Liebe zur asiatischen Kultur und exotischen Pflanzen, die sich auch in den Wassergärten wiederspiegelt.

Monets Garten ist ein Kunstwerk für sich. Viel Jahre arbeitete er daran, um diesen besonderen Garten zu gestalten. Er besuchte Blumenausstellungen und las Fachliteratur über Gartenbau. Über die Jahre kaufte er Grundstücke hinzu und stellte sieben Gärtner für die Gartenpflege an. Monets Perfektionismus ging so weit, dass einer der Gärtner täglich am frühen Morgen auf den Teich hinaus rudern musste, um die Seerosen zu waschen. Für Monet wurden der Garten und die Malerei zum absoluten Lebensinhalt, er hielt sich selbst zu nichts anderem nützlich. Mit diesem Garten schuf er sich einen Ort der Ruhe und Inspiration. Heute pilgern zahlreiche Künstler und Kunstinteressierte zu Monets Garten, um ein Stück des Zaubers, von dem der Maler sprach, einzufangen.

Romero Britto

Autor: Andrea
09.04.2008

Von alten und neuen Meistern läßt sich der brasilianische Neo-Pop-Künstler Romero Britto, der 1963 in Recife geboren wurde und heute in Miami lebt, gern inspirieren. Seine fröhlich bunten Bilder zeugen von einer optimistischen Lebenseinstellung, die auch Prominente wie Arnold Schwarzenegger, Ted Kennedy, Andre Agassi, David Caruso, Whitney Houston und viele andere Sammler von Britto´s Werken, begeistern. Poppig-bunt präsentieren sich seine Werke, die entweder kindlich-verspielte oder romantische Themen beinhalten. Dargestellt sind oftmals ganz normale Gegenstände des Alltags oder phantasievolle Darstellungen. Fliegende Fische, bunte Herzen, Blumen und Sonnenschein vermitteln dem Betrachter ein gutes Gefühl. Sein unverwechselbarer Malstil mit seinen konturenreichen Formen und leuchtenden Farben wirkt sehr modern. Seine Bilder scheinen energiegeladen, animieren zur Tatkraft, zum Träumen oder zum Innehalten.

Zu Farben und Pinsel griff Romero schon als Kind. Aufgewachsen in einfachen Verhältnissen, versuchte er schon damals Farbe und Fröhlichkeit in sein Leben zu bringen. Was zunächst mit dem Abmalen von Werken bekannter Künstler begann, endete mit seinen individuellen lebensfrohen Stil, den wir heute kennen. Er ist eine Mischung aus Pop-Art und Grafittimalerei. Den Durchbruch erlangte er 1989, als er unter anderem mit Andy Warhol und Keith Haring, eine Werbekampagnen für Absolut Vodka startete. Später kamen weitere Kunstprojekt für Firmen wie Disney, Pepsi, Volvo und BMW dazu.

2007 machte er mit einer gigantischen Pyramide, die auf die Ausstellung “Tutankhamun und das goldene Zeitalter der Pharaonen” in London aufmerksam machen sollte, von sich Reden. Die 45 Fuss hohe farbenfrohe Skulptur wurde im Hyde Park aufgestellt und war bis dahin das erste dort aufgestellte Kunstwerk von solchem Ausmaß.

09.04.2008

Wenn man an den Surrealismus der bildenden Kunst denkt, dann fällt einem zumeist Dali (1904-1989) als einer der bedeutenden Künstler ein, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert dieser revolutionäre Kunstbewegung angehörte. Er wurde jedoch 1934 von ihnen ausgeschlossen. Einer der Gründe war Salvador Dalis Bild Das Rätsel Wilhelm Tells, worauf er Lenin in kniender Haltung ohne Hosen, mit einer gigantischen Gesäßbacke und überdimensionalen Arbeiterhelm zeigte. Ihm wurde die Anhängerschaft Adolf Hitlers und des Faschismus vorgeworfen, was Dali jedoch in seiner Autobiografie dementierte. Seine bekanntesten surrealistischen Werke waren seine schmelzenden Uhren, brennende Giraffen, langbeinige Elefanten aber auch provokante Gemälde wie der Der große Masturbator.

Dali wird heute als der bedeutsamste Maler des Surrealismus gesehen, der zu seinen Lebzeiten das Bild eines exzentrischen Paranoikers abgab und mit seiner Persönlichkeit für kontroverse Schlagzeilen sorgte. Der Begründer des Surrealismus, André Breton, warf ihm Geldgier und exzessive Selbstdarstellung vor und wendete sich mit dem Ausschluss aus der Surrealistengruppe von ihm ab.

In seiner surrealistischen Phase von 1029-1940 schaffte Dali mehr als 700 Werke, meist kleinformatige Ölgemälde, die heute von den Kunstliebhabern, aber auch von Kunstkritikern und – historikern, sehr geschätzt werden. Diese 700 Werke machen ungefähr die Hälfte seines Gesamtwerkes aus, welche heute als seine bedeutendsten Bilder gelten.