Archiv für die Kategorie 'Künstler'
Amedeo Modigliani wurde 1884 in Livorno geboren und verstarb im Alter von 35 Jahren 1920 in Paris. Er war ein italienischer Zeichner, Bildhauer und Maler, der seinen Bekanntheitsgrad über die Aktmalerei erlangte, die zu der damaligen Zeit als absolut skandalös galt.1906 lernte er Picasso und Bràncusi kennen. Schwer krank fand er im Fieberwahn zu seiner Kunst und starb an 1920 an Tuberkulose.
Es wurde nicht viel über ihn dokumentiert und so entstanden nach seinem Tod viele Legenden und seine Werke erreichten erst nach seinem Tod große Popularität. Das Lieblingsmotiv in seinen Bildern und auch in seinen Skulpturen war in erster Linie der Menschen und mit dem Stil der Renaissance sehr verbunden. 1898 schrieb er sich mit 14 Jahren als jüngster Student in der privaten Zeichen -und Malschule von Guglielmo Micheli ein. 1909 wandte er sich verstärkt der Bildhauerei zu, um 1913 wieder zur Malerei zurück zu kehren.
Ein Grund könnte der Staub gewesen sein, der mit der Bildhauerei in Verbindung stand und seiner Lunge nicht bekam. Ab 1915 portraitierte er berühmte Persönlichkeiten, darunter auch Pablo Picasso. 1917 verließ er dann mit Jeanne Hèbuterne Paris und begab sich zur französischen Mittelmeerküste, wo er eine Reihe weitere Portraits malte und sie nach Paris zum Verkauf schickte. Es gibt von ihm wenige Werke die Landschaften zeigen, aber viele Zeichnungen von ihm sind noch erhalten.
Wilhelm Heinrich Otto Dix, so sein vollständiger Name, wurde 1891 in Gera-Untermhaus geboren und verstarb im Alter von 75 Jahren in Singen am Hohentwiel, Seine Spezialgebiet waren Bilder der Kriegszeit, sowie Skizzen, von denen er mehr als 6000 hinterließ. Er gilt als einer der bekanntest deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Auch einige Aquarelle, sowie Portraits gehören zu seinen Werken. Im Kunstmuseum von Stuttgart, sowie im Museum Gunzenhauser in Chemnitz sind seine Werke ausgestellt.
Schon während seiner Kindheit wurde sein Talent von dem damaligen Zeichenlehrer Ernst Schunke entdeckt und gefördert und so ging er in die Lehre von Carl Senff, einem Dekorationsmaler. Dieser jedoch war von den Werken seines Schülers nicht so begeistert und doch wurde Dix durch ein Stipendium des Fürsten von Reuß das Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden ermöglicht. Dabei entdeckte er die Malerei der Renaissance für sich und schuf so einige Werke in diesem Stil, dazu auch einige Selbstportraits. Durch seinen freiwilligen Kriegsdienst und dessen Grauen kamen seine großen Werke der Kriegszeit zustande.1921 lernte Dix die verheiratete Martha Koch kennen, die bereits 2 Kinder aus der Ehe mit Dr. Hans Koch mitbrachte, heiratete 1923 und zeugte 3 weitere Kinder mit ihr.
1933 wurde Dix durch die Nationalsozialisten entlassen und al s „entartete Kunst” defamiert.1945 geriet er für 1 Jahr in französische Kriegsgefangenschaft. Bis zu seinem Tode blieb er ein Außenseiter, wurde jedoch mit einigen Auszeichnungen bedacht.
Die Malerin und Bildhauerin Niki de Saint Phalle wurde 1930 in Neuilly-sur-Seine geboren und wuchs in New York auf. Wer ihren Namen hört, denkt sogleich an die drallen, bunten Figuren - ihre Nanas. Die Nanas sind üppige Frauenfiguren, die befreite fröhliche Frauen darstellen. Diese stehen heute an einigen Stellen, z.B. am Leineufer in Hamburg. Ihre früheren Werke sind nicht weniger spektakulär - ihre Schießbilder. Als Grundlage dienten Leinwände, die mit Spachtelmasse strukturiert wurden. Anschließend schoss die Künstlerin mit einem Gewehr Farbkugeln auf die Leinwand, wo die Farbe die Strukturen einfärbten. Diese aggressive Art der Malerei war eine Art Aufarbeitung ihrer problematischen Beziehung zu ihrem Vater.
Seit den 1950er Jahren war die Künstlerin mit ihren Werken auf zahlreichen Ausstellungen vertreten. Sie führte vor allem mit ihren lebensbejahenden Nanas, das weibliche Lebensprinzip in die Kunstgeschichte ein.
1994 zog Niki de Saint Phalle auf ärztlichen Rat nach Kalifornien und erstellte dort ihre letzte große Werkserie, die „Explodierenden Bilder”. 2002 starb die Künstlerin an einem Lungenleiden, welches sie sich durch ihre langjährige Arbeit mit gefährlichen Polyesterdämpfen zuzog.
Im Jahr 2000, zwei Jahre vor ihrem Tod, schenkte sie der Stadt Hannover 300 ihrer Werke, die im Sprengel Museum ihren Platz gefunden haben. De Saint Phalle hatte eine besondere Verbindung zu Hannover, denn dort hatte sie 1969 ihre erste große Einzelausstellung und im Jahr 1974 kaufte ihr die Stadt drei ihrer weltberühmten Nanas ab, die man heute noch am Leineufer bewundern kann.
- Informationen über afrikanische Kunst - Gemälde und Schnitzereien
Emil Nolde, der deutsche Maler und Graphiker lebte von 1867-1956. Mit bürgerlichem Namen hieß er Emil Hansen. 1914 legte er sich den Künstlernamen Emil Nolde zu. Er lernte Holzschnitzerei in Flensburg und bildete sich später in München und Paris weiter. Heute zählt er zu den wichtigsten Künstlern des Expressionismus. Etwa ein Jahr gehörte er der Künstlervereinigung „Die Brücke” an. Emil Nolde ließ sich von van Gogh, Edward Munch und James Ensor beeinflussen. Die Werke Noldes sind farbig und kontrastreich und korrespondieren mit seiner meisterhaften Holzschnitttechnik.
Emil Nolde trat 1934 der Nationalsozialistischen Arbeitsgemeinschaft Nordschleswig bei. Schon früh war er der Ansicht, dass die germanische Kunst, allen anderen weit überlegen sei. Seine Werke wurden später als Entartete Kunst diffamiert und von den Nationalsozialisten beschlagnahmt. Teilweise wurden sie verkauft oder zerstört. 1941 wurde über ihn ein Malverbot gehängt. Nach dieser Zeit entstanden seine „ungemalten Werke”, mehr als 1300 kleinformatige Aquarelle. Sie heißen „ungemalt” da diese Aquarelle eigentlich Skizzen für Ölgemälde waren, er aber nie die Zeit hätte finden können, diese auch tatsächlich zu Lebzeiten umzusetzen.
Die heutige Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde (Nolde Stiftung) entstand aus seinem Nachlass. Die Stiftung richtete in dem ehemaligen Wohngebäude der Noldes, das Emil Nolde Museum ein. Dort finden nun jährlich wechselnde Ausstellungen statt.
Der ukrainische Maler Malewitsch wurde 1878 in Kiew geboren. Er gehört zu den Hauptvertretern der russischen Avantgarde und war der Begründer des Suprematismus. Beeinflusst wurde er vom Kubismus, Fauvismus und dem französischem Spätimpressionismus. „Das schwarze Quadrat auf weißem Grund” aus dem Jahr 1951, wurde zum Meilenstein der Moderne.
Seine erste Ausstellung hatte Malewitsch 1907 in Moskau. Dort wurden 12 Skizzen von ihm, neben Werken von Wassily Kandinsky und Michail Larionow, ausgestellt. Malewitsch durchwanderte in seinem künstlerischen Leben verschiedene Perioden. Sehr früh wendete er sich dem Kubofuturismus zu. Bilder wie „Der Holzfäller” entstanden während dieser Schaffensperiode, die etwa bis 1918 anhielt. Um 1918 reiste Malewitsch auf Einladung Marc Chagalls nach Witebsk. Dort beschäftigte er sich mit dem Suprematismus. Diese Schaffensperiode Malewitsch nennt man heute die Witebsker Periode.
In seiner vorletzten Schaffensperiode, Ende der 1920er Jahre, kehrte er zu figurativen Malerei zurück. In dieser Zeit entstand beispielsweise das Werk „Bauern auf dem Feld”. Diese Werke beinhalten jedoch immer noch suprematistische Elemente.
Kurz vor seinem Tod kehrte er zu realen Porträts zurück. Dies war seine letzte Periode.
Malewitsch starb 1935 in Leningrad an einem Krebsleiden. Er wurde auf dem Gelände seiner Datscha beerdigt. Nikolai Suetin entwarf für das Grab einen weißen Kubus mit einem schwarzen Quadrat auf der Vorderseite. Das Grab existiert jedoch heute nicht mehr.
Der gebürtige belgische Maler René Magritte, mit dem bürgerlichen Namen René François Ghislain Magritte wurde 1898 in Hennegau (Belgien) geboren. Im Alter von 12 Jahren begann er zu zeichnen und malen. Zwei Jahre später nahm sich seine Mutter, aus unbekannten Gründen, das Leben. Magritte fand ihre Leiche. Ein Jahr darauf, 1913, entstanden seine ersten Werke, die sehr an den Impressionismus angelehnt waren.
Von 1916-1918 studierte er an der Brüsseler Akademie der schönen Künste. Ab 1923 verdiente er seinen Lebensunterhalt als Werbe- und Plakatzeichner. Sein Ziel war es, die Dinge nur noch mit ihren wichtigsten Details zu zeichnen. Erste feste Verträge erhielt er ab 1926 von der Galerie „Le Centaure”. Von 1927-1930 lebte und arbeitete Magritte in Paris und ließ sich dort von den Surrealisten inspirieren.
Als er 1930 nach Brüssel zurückkehrte, freundete er sich mit einige wichtigen Künstlern an, unter anderem auch mit Joan Miro und Salvadore Dali. 1967 fertigte er einige Skulpturen nach seinen Werken an. Kurz darauf verstarb er unerwartet an Krebs. Sein letztes Werk konnte er nicht mehr vollenden. Es stand bis 1986, dem Todesjahr seiner Frau, auf der Staffelei. Magritte verließ, bis auf die Zeit in Paris, kaum seine Heimat und führte ein sehr bürgerliches Leben.
Denk man an Pop-Art denkt man gleich an Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann, aber auch an Jasper Johns, der zweifelsfrei einer der wichtigsten Künstler des amerikanischen Pop-Art ist. Seine Werke, oft Zielscheiben, Zahlen, Flaggen und Buchstaben waren der Grundstein für den amerikanischen Minimalismus.
Jasper Johns wurde 1930 in Augusta (Georgia) geboren. Mit 22 Jahren ließ er sich in New York nieder, um seinen Traum Künstler zu werden, wahr werden zu lassen. In New York traf er auf viele Künstler, wie z.B. Robert Rauschenberg und Merce Cunningham. Mit seinem Gemälde „Flag” erreichte er seinen Durchbruch als Künstler. Dieses Werk ist eine Collage, bei der Streifen aus Zeitungspapier schichtweise übermalt wurde. Zu seinen Arbeitsmaterialien zählen neben Papier auch Anstreicherlack und Wachsfarben. Die daraus entstehende Arbeitsweise wurde sein Markenzeichen.
1958 war für Johns ein wichtiges Jahr in seinem Künstlerleben. Seine Werke wurden nicht nur in der Galerie Leo Castelli in New York ausgestellt oder auf der Biennale in Venedig gezeigt, sondern das Museum of Modern Art kaufte gleich drei seiner Gemälde auf. Danach änderte Johns seinen Malstil und ging dazu über, dem Malprozess als solches mehr Gewicht beizumessen.
1960 ging Jasper Johns zur Druckgrafik über und erfand Neuerungen beim Siebdruckverfahren. 1980 änderte er wieder seinen Stil und seine Werke wurden figürlicher und realistischer.
Heute lebt und arbeitet Jasper Johns immer noch in New York.
Lyonel Feininger wurde am 17.Juli 1871 in New York geboren. 1887 folgte er seinen Eltern, seinem aus Deutschland stammenden Vater, ein Konzertgeiger und seiner Mutter, Sängerin und Pianistin, nach Europa um dort in der Hamburger Gewerbeschule die Zeichen- und Malklasse zu besuchen. Von 1888-1892 studierte er in Berlin an der königlichen Kunst-Akademie. Später besuchte er in Paris eine private Kunstschule.
Ab 1893 arbeitete Feininger als Illustrator. Durch Bekanntschaften mit dem „Cafe du Dome-Kreis” und „Brücke-Malern” wie Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel, erweiterte sich sein Schaffen. 1911 kam Feininger erstmals mit dem Kubismus in Kontakt. Dieser prägte später seine Werke, vorwiegend Kirchen- und Gebäude-Motive. 1924 gründete Feininger zusammen mit Paul Klee, Alexej von Jawlenski und Wassily Kandinski die Künstler-Gruppe „Die Blauen Vier”.
1933 siedelte er nach Berlin über und emigrierte 1937 zurück nach New York. Im gleichen Jahr wurden etwa 400 Werke von ihm von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und als entartete Kunst erklärt. Durch eine Retrospektive 1944 in Museum of Modern Art in New York gelang ihm sein künstlerischer Durchbruch. 1945 lehrte er einen Sommerkurs in North Carolina. Seine Schriften und sein Unterricht, sowie seine späten Aquarelle wurden richtungsweisend für den abstrakten Expressionismus. Lyonel Feininger starb im Alter von 84 Jahren 1956 in New York.
Joseph Beuys wurde 1921 in Deutschland (Krefeld) geboren. Er entging knapp dem Tod, als er 1943 als Kampfflieger über der Krim abstürzte. Einheimische retteten und pflegten ihn. Sie salbten ihn mit Talg und hüllten in anschließend in Filz. Wer sich bisher gefragt hat, warum Beuys Fett und Wachs als zentrale Materialien verwendete, versteht nun, dass diese Erfahrungen seine Kunst später prägten.
Neben Fett und Wachs, verarbeitete er auch Filz und Kupfer in seinen Werken. Auch Beuys legendärer Hut hat eine Bedeutung, denn mit diesem verdeckte er die Silberplatte, die ihm nach der schweren Verletzung in die Schädeldecke eingepflanzt wurde. Die Kriegserlebnisse plagten ihn auch die Jahre danach und er litt an Depressionen, von denen er sich erst 1957 erholte. Beuys Kunst wurde in zahlreichen Galerien und auch auf der documenta ausgestellt.
Jedoch war er nicht nur künstlerisch, sondern auch politisch aktiv und gründete die „Deutsche Studentenpartei” als Reaktion auf die Erschießung des Studenten Benno Ohnsorg bei einer Protestkundgebung 1967. 1970 gründete er die „Organisation der Nichtwähler, Freie Volksabstimmung”. Weitere internationale Ausstellungen folgten.
Bei Beuys Werken gehen die Meinungen auseinander. Von den einen geliebt, von den anderen abgelehnt, für wieder andere war er eine Art Messias. Dennoch zählt er zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.
Beuys verstarb 1986 in Düsseldorf infolge eines Herzversagens.
Die österreichische Künstlerin Rosina Wachmeister wurde 1939 in Wien geboren. Im Alter von 14 Jahren siedelte sie nach Brasilien über und studierte dort an einer Kunstschule Bühnenbildnerei und Bildhauerei. Durch ihre vielen Ausstellungen wurde sie recht bald international bekannt.
1974 siedelte Rosina Wachmeister wieder nach Europa um und lebt heute bei Rom. Sehr bekannt sind ihre romantischen Katzenbilder. Bunte Katzen in romantische und naiv anmutende Landschaften. Diese Motive werden auch auf Gebrauchsgegenstände gedruckt und sind weltweit beliebt, da sie den Massengeschmack treffen. Die Porzellanfirma Goebel stellt nach Wachmeisters Katzenmotive Keramikfiguren her, die als Sammlerobjekte hoch begehrt sind.
Die ganz frühen Werke von Rosina Wachmeister sind jedoch recht unbekannt. Es handelt sich um geschnitzte Puppen, die sie in Brasilien anfertigte. Heute kann man in Shops viele Gegenstände mit dem Wachtmeister-Katzendesign erstehen. Diese reicht von Kalender, über Plüschtiere und Porzellanfiguren bis hin zu bedruckten Textilien und Glas und Porzellan. Rosina Wachmeister stellte auch Illustrationen für eine Bibel her und begegnete mit ihrem Werk Papst Johannes Paul II. Daneben illustrierte Sie noch einige andere Bücher, unter anderem ihr Buch „Katzen”.