Archiv für die Kategorie 'Kleines Kunstlexikon'

Pastellmalerei

Autor: Andrea
02.04.2009

Das Wort Pastell stammt aus dem italienischen und bedeutet „geformter Farbteig”. Bei der Pastellmalerei werden feine Pigmente auf einen Malgrund, meist spezielles raues Papier, aufgetragen. Die Haftung auf dem Papier ist recht schwach und die Werke bleiben daher sehr empfindlich gegen versehentlichen Abrieb. Beim Malen, bzw. Zeichnen wird die Farbe in Schichten aufgetragen und mit dem Finger, Papierwischer oder einem Pinsel verwischt.

Auf dem Papier lassen sich Pastellfarben untereinander gut vermischen. Dadurch ist es möglich, zarte Übergänge zu erreichen. Damit beim Malen die erste Farbschicht nicht wieder verwischt, kann diese mit einem Fixativ fixiert werden. Dann lässt sich die Farbe jedoch mit den nachfolgenden Aufträgen nicht mehr vermischen. Am Schluss wird noch einmal das komplette Bild mit einem Fixativ eingesprüht. Es ist jedoch zu beachten, dass sich die Farben dadurch verändern und ihre Leuchtkraft verlieren können, so dass viele Künstler auf einen Abschlussfixativ verzichten.

Entstanden ist die Pastellmalerei etwa im 15. Jahrhundert. Damals standen nur Rot, Schwarz und Weiß als Farben zur Verfügung. Im 17. Und 18. Jahrhundert war die Pastellmalerei eine beliebte Maltechnik, die vor Allem in der Portraitmalerei eingesetzt wurde.

Pastellkreiden werden aus Pigmenten und Bindemittel hergestellt. Das Bindemittel sorgt dafür, dass die Pigmente in Stiftforum gepresst werden können. Je nach Art des Bindemittels ändert sich auch die Härte der Kreiden.

Bei den Ölpastellen werden die Pigmente mit anderen Bindemitteln, wie Mineralwachsen, Mohnöl oder Bienenwachs versetzt. Beim Malen erscheint die Farbe cremig. Ölpastelle sind nicht wasserlöslich und im Gegensatz zu den Pastellkreiden, sehr viel schlechter mischbar. Der Vorteil der Ölpastellkreiden ist aber, dass diese auch auf glattem Papier gut haften.

Pastellbilder sollten bei der Rahmung in Bilderrahmen besonders vorsichtig behandelt werden. Ein dickes Passepartout schützt das Bild vor dem Kontakt mit dem Bilderrahmenglas.

10.11.2008

Ein eindeutiges Merkmal wird man bei dieser Kunststilrichtung nicht finden. Dieser Stil entstand im Aufbruch der klassischen Moderne und entwickelte sich auch teils aus dem Symbolismus. Jugendstil oder Art Dekó verbindet Eleganz mit Formen, vorwiegend florale Formgebungen. In Verbindung mit hochwertigen Materialien steht der Jugendstil für Stärke und Sinnlichkeit.

Art Dekó ist die Abkürzung für Arts Décoratifs et Industriels Modernes, der Name einer Ausstellung in Paris 1925. Diese Ausstellung wurde von einigen französischen Künstlern initiiert, die 1001 die „Société des Artistes Décorateuers gründeten und diese Ausstellung ursprünglich schon für 1915 planten. Jedoch verzögerte sich diese wegen des 1. Weltkrieges um 10 Jahre.

Den Ursprung des Jugendstils oder Art Dekó lässt sich in der Gründung der Wiener Werkstätte finden, die 1903 stattfand. Gründungsmitglieder waren Josef Hoffmann, Fritz Wärndorfer und Kolomann Moser.

Jedoch wurde Paris Zentrum des Art Dekó oder dort auch Art Nouveau genannt. Innovative Modeentwürfe von den großen Modeschöpfern Jacques Doucet und Paul Poiret waren ebenfalls stilprägend. Sowie die bekannten großflächigen organischen und floralen Muster, die oft als Verzierungen an Gebrauchsgegenstände, Lampen, Möbel, Schmuck und auf Bildern zu finden sind. Die Bilder des Jugendstils wirken eher plakativ als realistisch, da bei ihnen Schatten fehlen.

Der mondäne Stil nahm durch den 2. Weltkrieg ein jähes Ende. Er entsprach danach nicht mehr der Stimmung der Bevölkerung.

In Übrigen wird der Art Dekó in England Modern Style und Style Liberty genannt.

Was sind Aquarelle?

Autor: Andrea
30.10.2008

Wie der Name schon besagt, ist ein Aquarell ein Bild, welches mit Wasser gemalt wird.

Aqua stammt aus dem lateinischen und bedeutet Wasser. Die Technik des Aquarell Malens ist eine der ältesten Maltechniken überhaupt. Schon die alten Höhlenmalereien wurden mit fein gemahlenen Farbstoffen aus unterschiedlichen Materialien und Wasser hergestellt.

Aus China kennt man schon ebenfalls aus sehr frühen Jahren, dass hier die Tusche mit Wasser vermischt wurde. Die heutige Technik der Aquarellmalerei kennt man erst aus dem Mittelalter. Ein Aquarellbild wird aus fein gemahlenen Pigmenten, welche mit einem Bindemittel gebunden werden, in der Regel Gummi Arabicum, und Wasser vermischt auf das Blatt aufgetragen. Dabei kann man die Farben auf der Palette mischen, aber auch auf dem Papier. Viele Anfänger sind der Meinung, dass ein Aquarell zu malen besonders einfach wäre, dies stimmt aber so nicht. Da man später keine Korrekturen vornehmen kann, muss das gewünschte Bild zuvor genau geplant werden. Zudem ist der Verlauf der Farben durch das Wasser nicht immer ganz einfach zu kontrollieren. Zu Anfang hielten große Künstler, wie beispielsweise Rembrandt, die Aquarellmalerei nicht für ein eigenständiges Bild, sondern sahen es als Vorstufe, quasi als Zeichnung, für die spätere Fertigung an.

Erst später, im 18. Jahrhundert, entwickelten sich die Aquarelle zu einer eigenständigen und anerkannten Kunstform. Berühmte Aquarellmaler waren unter anderem Albrecht Dürer, Emil Nolde oder August Macke.

Impressionismus

Autor: Andrea
26.09.2008

Der Impressionismus verbreitete sich Ende des 19. Jahrhunderts aus Frankreich. Als Impressionismus bezeichnet man eine Stilrichtung der Malerei, dabei wurde nicht nur der Stil übernommen, sondern auch Teile der regionalen Bedingungen und Traditionen. Der Impressionismus wird auch als Wegweiser für die Moderne und Abstrakte Kunst angesehen. 

Die Stilrichtung des Impressionismus bezog aber nicht nur auf die Malerei, sondern auch auf Musik und Literatur. Die bekanntesten Maler des Impressionismus sind Claude Monet, Edgar Degas und Pierre-Auguste Renoir. Darüber hinaus gab es natürlich noch eine Vielzahl anderer impressionistischer Maler. Monets Seerosen in Blautönen gehalten, findet man noch heute als Druck in zahlreichen Häusern. Bezeichnend für den Impressionismus, dass er sich keinerlei kunstakademischen Regeln verpflichtet fühlte. Im Impressionismus wurde die Farbe das Hauptgestaltungsmittel, weniger die Zeichenkunst. Deutlich hebt sich in den Bildern hervor, dass Licht eine wesentliche Rolle spielte und dazu diente, dem Bild seinen Charakter zu verleihen. Es wurden weniger Details gemalt, die Motive wirken schemenhaft, eher wie eine Skizze. Ein typischer Ausdruck dieser Bilder sind weiche und fließende Übergänge, einige Gemälde wirken träumerisch, in die Ferne blickend. Harte Konturen oder Farben wurden nicht genutzt, die Übergänge sind fließend und sehr weich. Die Stilrichtung der Malerei beeinflusste auch das künstlerische Leben, vor allem in Paris. Gemalt wurde viel in der freien Natur, es ging in den Motiven mehr um das was auch existent ist, statt den Phantasien der Künstler. Daraus entstanden wunderschöne Landschaftsbilder und Momentaufnahmen aus dem Leben.