Eitempera

Autor: Andrea
05.02.2010

Der Name dieses Malmittels hat mit seiner Zusammensetzung zu tun. Tempera stammt von dem lateinischen Wort „Tempera” - mäßigen/mischen ab und das Ei ist einer der Inhaltsstoffe. Die Farbe ist sehr farbintensiv, leuchtstark und gut selber herzustellen. Dazu gehört Leinöl, Eigelb und Wasser. Unlösliche Pigmente sorgen für den Farbton und die Deckkraft. Dabei gibt es sowohl anorganisch synthetisch hergestellte und natürliche Pigmente, sowie organisch natürliche Pigmente, die in der Pflanzen- oder Tierwelt vorkommen.

Gerade kirchliche Bilder, also Ikonen, wurden und werden mit der Eitemperafarbe hergestellt. Ansonsten wird  dieses Malmittel besonders gerne für Ölgemälde als Untermalung  genutzt. Bereits im Altertum war diese Farbe bekannt und wurde bei Mumienportraits verwendet. Diese Portraits wurden auf eine Holztafel gemalt und dann auf den Mumien in Ägypten angebracht. Farbpigmente mit anderen Substanzen zu verbinden, ist die älteste Form zur Farbherstellung in der Malereigeschichte. Das Ei fungiert als Emulgator (Mischhilfe), genauso wie es auch in der Milch, im Saft von Wolfsmilchgewächsen (z.B. der Weihnachtsstern oder der Christusdorn) oder im Blut vorhanden ist. Ohne einen Emulgator würden sich Öl und Wasser beispielsweise niemals vermischen lassen und somit hat man also eine „temperierte Mischung”.

Mischt man sie selber an, erhält man nicht nur sehr individuelle Farbtöne, sondern auch eine Farbe, die der Plaka Farbe ähnelt. Je mehr Pigmente man verwendet, desto zäher wird die Farbe. Die Mischung besteht aus einem Ei, der exakt gleichen Menge an Leinöl und der doppelte Menge an Wasser. Während man rührt, können die Pigmente mit hinzugefügt werden. Unterschiedliche Pigmentfarben lassen sich miteinander gut mischen.

Ähnliche Beiträge:

  1. Pastellmalerei
  2. Acrylmalerei
  3. Was sind Aquarelle?
  4. Ölmalerei



Einen Kommentar schreiben