David Olére

Autor: Andrea
08.01.2010

Der jüdische Maler polnischer Abstammung wurde 1902 in Warschau geboren und verstarb im August 1985 in Paris.

Schon in zartem Alter von 16 Jahren stellte er Holzschnitte in Galerien und Museen her und mit 19 Jahren arbeitete er in der Filmindustrie und als Maler, Designer und Dekorateur.

1943 wurde Olére von der französischen Polizei verhaftet und später nach Auschwitz II deportiert. Er wurde dort dem Sonderkommando zugeteilt und seine unmenschliche Aufgabe bestand darin, die Leichen aus den Gaskammern zu holen. Wegen seiner künstlerischen Begabung besaß der Maler einen kleinen Sonderstatus und musste gegen einen Kanten Brot die Briefe der SS an die Angehörigen verzieren. Auch sogenannte Mitbringsel für die Angehörigen, unter anderem mit Menschenhaut bespannte Lampenschirme musste der Maler für die SS bemalen.

1945 verließ Olére Auschwitz mit dem sogenannten Todesmarsch und wurde später von den Amerikanern befreit.

Seine lange Lebens- und Leidensgeschichte, vor allem die Zeit in Auschwitz, verarbeitete der Maler in ausdrucksstarken Bildern, die er dem Holocaust gewidmet hat. Seine Zeichnungen und Bilder wurden somit zu wichtigen Zeitzeugen, wie sie auf keinem Foto existieren.

In dem Buch „Vergessen oder vergeben”  von Oler, Alexandre / Olére, David sind diese Bilder, die in der Zeit nach 1943 bis in die 70er Jahre entstanden, aus der Todeszone zu sehen.


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