So manche oder mancher hat wohl schön überlegt einen Malkurs zu besuchen. Malen und Zeichnen ist ein wunderbares Hobby und wer es kann, erhält oft die Bewunderung anderer Menschen.
So manchem ist das Talent in die Wiege gelegt, aber Malen und Zeichnen hat nicht nur mit Talent zu tun. Um die Bilder, die in Gedanken entstehen, auch auf Papier oder Leinwand umsetzen zu können, bracht man vor allem Kenntnisse über die verschiedenen Techniken. Es sind manchmal die kleinen Tricks und Kniffe, die einem fehlen um etwas so darzustellen, wie man es möchte.
Mal- und Zeichenkurse werden auch als Fernstudium angeboten. Der Vorteil ist, dass man seine Bilder zur Bewertung einsenden kann. Der Nachteil ist der oft hohe Preis, den man für ein Fernstudium zahlen muss.
Ein- bis mehrtägige Kurse von der VHS oder aber auch Kurse, die von freischaffenden Künstlern oftmals in Zeichenbedarfsläden abgehalten werden, sind da schon preisgünstiger. Der Vorteil ist, dass man auf Gleichgesinnte trifft und sofort ein Feedback und Hilfestellung beim Malen erhält. Nachteilig aber für alle, die kaum die Zeit dazu finden oder nicht auf Kommando kreativ sein können.
Völlig kostenlos sind hingegen kostenlose Malkurse im Internet. Dort werden in Schritt für Schritt-Anleitungen Techniken erklärt, die man leicht nachmachen kann. Auch sehr interessant sind Malkurs-Videos bei Youtube und anderen Anbietern. Unter den Stichwörtern wie „Aquarell”, „Acryl”, „Speedpainting” etc. findet man einige wunderbar aufbereitete Videos, die anschaulich erklären, wie ein Bild entsteht. Hier liegt der Vorteil auf der Hand. Diese Malkurse sind kostenlos und man kann sich jederzeit damit befassen, wenn man dazu Zeit und Lust findet. Nachteilig ist natürlich, dass man kein Feedback zu seinen Bildern erhält, aber dafür gibt es Communitys, wo man seine Bilder zum Austausch hochladen kann.
Kunst als Motiv - so nennt sich die Ausstellung, die noch bis zum 3. Oktober im Kölner Museum Ludwig gezeigt wird.
Wie passen Picasso und Lichtenstein zusammen? Ja, es passt, denn Roy Lichtenstein hat in vielen seinen Werken nicht nur banale Alltagsgegenstände in comichafter Art auf die Leinwand gebannt, sondern sich auch mit der großen Kunstgeschichte auseinander gesetzt. Dieses besondere Arbeitsfeld des 1997 verstorbenen Pop-Art-Künstlers ist bisher nur wenig bekannt und soll durch diese Ausstellung näher ins Licht gerückt werden.
Bereits Anfang der 1960er Jahre veränderten sich die Werke Roy Lichtensteins. Nicht mehr nur Sujets verwendete er als Motive sondern auch Motive, die wie als hohe Kunst bezeichnen. Er beschäftigte sich mit dem Expressionismus, Futurismus, Stillleben, Art Deco und mit Künstlern wie Kirchner, Mondrian und Dali - dabei blieb er seiner Maltechnik, der Comic-Malerei treu. Mit seinen rund 100 Exponaten, die in der Ausstellung versammelt sind, zeigt Lichtenstein eine neue Sicht auf bekannte Motive.
Reproduktionen von einem Gemälde (oelgemaelde.org) können Poster, Kunstdrucke oder auch Leinwanddrucke sein. Es gibt jedoch auch handgemalte Reproduktionen, die mittlerweile sehr häufig aus China angeboten werden. Diese kommen dem Original manchmal sehr nah, aber es bleibt dennoch zu erkennen, dass es sich um eine „schlechtere” Kopie handelt. In diesem Bericht soll jedoch nicht gewertet werden, ob diese Bilder einen dekorativen Wert haben, denn das haben sie sicherlich. Oft aber werden solche Bilder als handgemalt angepriesen, was sie offensichtlich auch sind, doch der ganze Trick ist, dass sich hinter der Ölfarbe ein Leinwanddruck verbirgt, der einfach nur übermalt wurde.
Also ähnlich wie Malen-nach-Zahlen und was oft horrende Preise nicht rechtfertigt. Wenn man in einschlägigen Auktionshäusern derartige Bilder aus China findet, sollte man besser von einem Kauf Abstand nehmen, da zudem oft die Versandkosten teurer sind, als ein derartiges Bild wert ist. Wer aber gern eine Kopie von einem bestimmten Gemälde haben möchte, der kann auf hochwertige Kunstdrucke zurückgreifen, die das Originalgemälde bis ins Detail wiedergeben. Zusammen mit einem Passepartout und einem dazu passenden Rahmen, wirken auch Kunstdrucke sehr edel.
Farben messen wir Eigenschaften, ja sogar Bedeutungen zu. Farben können die Psyche beeinflussen und verändern unsere Stimmung. Farben können uns heiter stimmen oder beruhigen. Die Kraft, die von Farben ausgeht, fühlt die Malerin Flory Aerts instinktiv und überträgt diese auf ihre abstrakten Werke. Aus ihren Werken geht eine enorme Kraft aus, die durch die abstrakten Darstellungen noch intensiviert wird. Ihre Bilder berühren den Betrachter und ziehen diesen in ihren Bann.
Flory Aerts, die Mitglied der Königlichen Belgischen Vereinigung professioneller Künstler ist, setzt auf Kontraste. Sie verwendet zarte Farben zu dunklen Tönen und experimentiert mit Schattierungen. Für ihre Werke verwendet sie überwiegend quadratische Formate, welche die Wirkung ihrer Bilder noch unterstützt.
Wohl einer bekanntesten Impressionisten Franz Marc malte oft Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Dabei versuchte er sie nicht so darzustellen, wie er sie selbst sah, sondern aus der Sicht der Tiere selbst. Im Laufe seines Künstlerlebens wurden die Tierbilder, wie auch andere, immer abstrakter. Statt Körperformen wählte er geometrische Formen und seine verwendeten Farben haben jede für sich eine eigene Eigenschaft.
Albrecht Dürer war bekannt für seine Hasen. Das Bild „Der junge Hase” ist neben den „Betenden Händen” wohl eines seiner bekanntesten Werke. Der Hase wird dabei nicht als Symbol dargestellt, sondern als eine Persönlichkeit. Weitere Beispiele sind die Bilder „Die heilige Familie mit den drei Hasen” und „Die Versuchung”.
Hasen und Kaninchen waren auch bei anderen Malern ein Thema. So bei Bertram, Martin Schongau, Paolo Uccello und bei der Künstlerin Paula Modersohn-Becker.
Aber nicht nur reale Tiere wurden zum Thema mancher Künstler, sondern auch tierisch anmutende Fabelwesen. Ägyptische und chinesische Maler befassten sich mit Fabelwesen und auch andere Künstler wie Hieronymus Bosch, Giovanni Bellini und William Blake. Sehr oft findet man das Einhorn als mystisches Fabelwesen aber auch menschliche Gestalten mit animalischen Gliedmaßen.
Diese Liste lässt sich mit beliebigen Tieren, ja sogar bis hin zu den Insekten fortführen. Das zeigt, dass Tiere in der Kunst einen hohen Stellenwert haben, oft auch als Symbol (Symbolismus). Bis zurück in die Steinzeit finden wir zahlreiche Bilder und Werke auf denen Tiere abgebildet sind.
George Grosz, der Maler, Grafiker und Karikaturist, war einer der unbeugsamsten Künstler seiner Zeit. 1893 als Georg Ehrenfried Groß in Berlin geboren, wuchs er im pommerschen Stolp auf. Schon früh förderte der Zeichenlehrer seinen begabten Schüler, der später ein zweijähriges Studium an der Königlichen Kunstakademie Dresden mit Ehrenzeugnis abschloss. Es folgten die Kunstgewerbeschule Berlin und die Malschule Colarossi Paris. Doch dann brach der Erste Weltkrieg aus und erfasste auch Grosz. 1917 wurde er nach Lazarettaufenthalten für kriegsunfähig erklärt.
Die Groszsche Unangepasstheit, manchmal auch Widersprüchlichkeit, spiegelt sich in seinen Grafiken wider. Vor allem in den 1920er Jahren zeigen seine Werke ungebremste Gesellschafts- und Sozialkritik. Mit allen Mitteln der Kunst seziert er Perversion, Gewalt, Klassengegensätze und Militarismus, attackiert auch den Klerus und avanciert zu einem der politischsten Künstler dieser Zeit. Mit gleicher Leidenschaft malt Grosz später auch erotische Bilder und wuchtige Frauenkörper. 1919 veranstaltet er gemeinsam mit Raoul Hausmann und John Heartfield die erste Berliner Dada-Messe. Stilistisch steht der Künstler zunächst dem Expressionismus nahe, später der Neuen Sachlichkeit.
Der Rebell illustriert den “Ulk”, die “Lustigen Blätter”, “Querschnitt”, die kommunistische Satireschrift “Der Knüppel” und schließlich bis 1932 im “Simplicissimus”. Das dort veröffentlichte Werk “Gott mit uns” beschert Grosz einen Prozess wegen Beleidigung der Reichswehr. 1923 folgt eine Anklage wegen “Angriffs auf die öffentliche Moral” und fünf Jahre später wegen “Gotteslästerung”.
1933 emigriert Grosz nach New York und arbeitet auch hier bald für Satirezeitschriften. Er eröffnet mit Maurice Sterne eine eigene Kunstschule und stellt in renommierten amerikanischen Museen aus.
1954 bereist George Grosz erstmals wieder für eine größere Zeitspanne Deutschland. 1959 kehrt der Künstler endgültig nach Berlin zurück, verstirbt jedoch im gleichen Jahr.
Das Wort Passepartout kommt aus dem Französischem und setzt sich aus den Begriffen „überall” und „hindurchgehen” zusammen. Dabei handelt es sich um eine Karton- oder Papierumrahmung für Gemälde, Grafiken und Fotos. Wenn man ein Passepartout verwendet hat man beispielsweise die Möglichkeit, das Bild und nicht den Bilderrahmen in den Vordergrund zu stellen. Einige Rahmen sind für sich schon zu ausdrucksstark. Eine andere Möglichkeit besteht darin, einen großen Bilderrahmen stilvoll mit einem deutlich kleineren Kunstwerk zu bestücken. Ganz nebenbei fungiert es auch als Schutz, denn das Passepartout kann Schadstoffe binden.
Material
Wenn es sich um ein sehr gutes Passepartout handelt, besteht es aus einem Material, welches säurefrei ist. Dazu wird es noch mit Kalziumkarbonat gepuffert, um eben für die Schadstoffminimierung zu sorgen. Nur bei Cyanotypien (Edeldruckverfahren in blau) darf kein Kalziumkarbonat verwendet werden, da dieses das Kunstwerk sogar selbst schädigen würde.
Zur Geschichte
In der heutigen Zeit ist es völlig normal ein Foto auf ein Passepartout zu legen, die Vorbilder jedoch stammen bereits aus dem 16.Jahrhundert. Damals begann man die Kunstwerke mit Tuschelinien zu umranden und damit aufzuwerten. So lagerten die Kunstwerke gewöhnlich in Schubladen. Erst später begann man Glas zu verwenden, um die Grafiken zu schützen und verzierte das Glas auf der Rückseite. Erst danach folgte ein Rahmen aus Karton, dem Passepartout. Ab dem 17. Jahrhundert wurde es schon deutlich farbenfroher und im 18. Jahrhundert kamen goldene Streifen oder Bordüren in Mode. Im 19.Jahrhundert lassen sich diese Gestaltungselemente im französischen Passepartout wiederfinden.
Heute
So langsam gewinnt das Passepartout in kreativen Bereichen wieder mehr an Bedeutung. Die Ausschnittsformen sind vielfältiger geworden und bei computergesteuerten Schneideplottern kann man nicht nur perfekte Winkel schneiden, sondern auch für Tiefeneffekte sorgen, in dem man mehrere Lagen des Kartons verwendet. Handverzierungen sind heute nur noch selten, aber in einigen Bereichen bleiben sie nach wie vor unverzichtbar.
Der Name dieses Malmittels hat mit seiner Zusammensetzung zu tun. Tempera stammt von dem lateinischen Wort „Tempera” - mäßigen/mischen ab und das Ei ist einer der Inhaltsstoffe. Die Farbe ist sehr farbintensiv, leuchtstark und gut selber herzustellen. Dazu gehört Leinöl, Eigelb und Wasser. Unlösliche Pigmente sorgen für den Farbton und die Deckkraft. Dabei gibt es sowohl anorganisch synthetisch hergestellte und natürliche Pigmente, sowie organisch natürliche Pigmente, die in der Pflanzen- oder Tierwelt vorkommen.
Gerade kirchliche Bilder, also Ikonen, wurden und werden mit der Eitemperafarbe hergestellt. Ansonsten wird dieses Malmittel besonders gerne für Ölgemälde als Untermalung genutzt. Bereits im Altertum war diese Farbe bekannt und wurde bei Mumienportraits verwendet. Diese Portraits wurden auf eine Holztafel gemalt und dann auf den Mumien in Ägypten angebracht. Farbpigmente mit anderen Substanzen zu verbinden, ist die älteste Form zur Farbherstellung in der Malereigeschichte. Das Ei fungiert als Emulgator (Mischhilfe), genauso wie es auch in der Milch, im Saft von Wolfsmilchgewächsen (z.B. der Weihnachtsstern oder der Christusdorn) oder im Blut vorhanden ist. Ohne einen Emulgator würden sich Öl und Wasser beispielsweise niemals vermischen lassen und somit hat man also eine „temperierte Mischung”.
Mischt man sie selber an, erhält man nicht nur sehr individuelle Farbtöne, sondern auch eine Farbe, die der Plaka Farbe ähnelt. Je mehr Pigmente man verwendet, desto zäher wird die Farbe. Die Mischung besteht aus einem Ei, der exakt gleichen Menge an Leinöl und der doppelte Menge an Wasser. Während man rührt, können die Pigmente mit hinzugefügt werden. Unterschiedliche Pigmentfarben lassen sich miteinander gut mischen.
Mit Hilfe der Collagetechnik können sowohl Bilder, als auch ganze Kunstwerke erschaffen werden. Diese Technik gehört zur Gruppe der „Bildenden Kunst” und zeichnet sich durch das Aufkleben verschiedenster Elemente aus, die dann ein neues Ganzes schaffen. Klassisch wäre das Aufkleben von Zeitungsschnipseln, was auch Kinder schon sehr gerne mögen. Aber auch Teile von Fotos oder buntem Papier eignen sich dazu. Die sogenannte Diacollage besteht vorwiegen aus Fotografien.
Definitionsmöglichkeit
Eine Definition über diese Technik verfasste 1962 Max Ernst. Er formulierte die Technik in etwa so: Zwei oder mehrere wesensfremde Realitäten treffen künstlich oder zufällig aufeinander und werden systematisch ausgebeutet. Auf ungeeigneter Ebene springt ein Funke der Poesie bei der Annäherung dieser Kunst über.
Andere Kunstrichtungen
Auch andere Kunstrichtungen wurden durch die Collagetechnik beeinflusst. Dazu gehören der Kubismus, der Dadaismus, Pop Art, der Surrealismus, der Situationsmus und der Fluxus. (Postmoderne) Das Urheberrecht dieser Technik ist nach wie vor umstritten. Das liegt an der „unfreien” und „freien” Bearbeitung. Bei der unfreien Bearbeitung muss erst die Genehmigung des Urhebers eingeholt werden, bei der freien Bearbeitung, die keinerlei Ähnlichkeit zum Original hat, ist das nicht mehr nötig, denn ein völlig neues Werk ist entstanden.
Collagen erstellen
Wer dazu keine Software nutzen, sondern lieber selber basteln möchte, braucht nicht mehr als einen Stapel Zeitschriften, einen Klebestift und eine Unterlage. Jetzt können jede Menge Fotos ausgeschnitten oder auch buntes Papier integriert werden, themenbezogen oder frei gestaltet. Auf jeden Fall kann man damit ein wunderschönes, sehr individuelles Geschenk zaubern. Hier werden der Fantasie keinerlei Grenzen gesetzt.
Der jüdische Maler polnischer Abstammung wurde 1902 in Warschau geboren und verstarb im August 1985 in Paris.
Schon in zartem Alter von 16 Jahren stellte er Holzschnitte in Galerien und Museen her und mit 19 Jahren arbeitete er in der Filmindustrie und als Maler, Designer und Dekorateur.
1943 wurde Olére von der französischen Polizei verhaftet und später nach Auschwitz II deportiert. Er wurde dort dem Sonderkommando zugeteilt und seine unmenschliche Aufgabe bestand darin, die Leichen aus den Gaskammern zu holen. Wegen seiner künstlerischen Begabung besaß der Maler einen kleinen Sonderstatus und musste gegen einen Kanten Brot die Briefe der SS an die Angehörigen verzieren. Auch sogenannte Mitbringsel für die Angehörigen, unter anderem mit Menschenhaut bespannte Lampenschirme musste der Maler für die SS bemalen.
1945 verließ Olére Auschwitz mit dem sogenannten Todesmarsch und wurde später von den Amerikanern befreit.
Seine lange Lebens- und Leidensgeschichte, vor allem die Zeit in Auschwitz, verarbeitete der Maler in ausdrucksstarken Bildern, die er dem Holocaust gewidmet hat. Seine Zeichnungen und Bilder wurden somit zu wichtigen Zeitzeugen, wie sie auf keinem Foto existieren.
In dem Buch „Vergessen oder vergeben” von Oler, Alexandre / Olére, David sind diese Bilder, die in der Zeit nach 1943 bis in die 70er Jahre entstanden, aus der Todeszone zu sehen.